Die Zeiten, in denen ursprüngliche Landrassen in den bekannten Anbauländern wie Thailand oder Jamaika angebaut wurden, sind weitestgehend vorbei. Heute blühen auf vielen Feldern Super Skunk oder ähnlich Gewinn bringende Genetiken aus dem großen und allgegenwärtigen Holland Gen Pool. Einige Liebhaber und Grower haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Landrassen zu erhalten und sie weiter zu verbessern, allerdings ist die größte Sammlung von seltenen und zum Teil ausgestorbenen Landrassen nicht für den kommerziellen Saatgutmarkt gedacht. Sie wird als strenges, betriebsinternes Geheimnis unter Verschluss gehalten.

Im Besitz dieser Sammlung ist die niederländische Firma „Horta Pharm“, ein Unternehmen, das schon einige britische Medizinalhanfsorten entwickelt hat. Initiatoren waren unter anderem David Watson und Robert Connell Clarke, der vielen als Autor diverser Hanfbücher bekannt sein dürfte. Es gibt aber auch einige Samenbanken, die sich der Erhaltung spezieller Landrassen verschrieben haben. Blue Hemp Seeds war ein solcher Anbieter, der aufgrund der gesetzlichen Lage in der Schweiz die Produktion von Hanfsamen einstellen musste. Blue Hemp wurde 1996 in der Schweiz gegründet, man spezialisierte sich von Beginn an auf die Entwicklung von potenten und schnell reifenden Outdoor Sorten, die gerade in unseren Breitengraden pünktlich ausblühen. Hier fand man neben den ursprünglichen Landrassen wie der bekannten Lebanese oder Nepali auch sehr gute Kreuzungen mit einheimischen Genetiken wie der Erdbeerli.

Eine der letzten Sorten, die Blue Hemp Seeds und Breeder „El Malo“ veröffentlichte, war die Thaifun Horizon, die ihren Ursprung in der Region um Koh-Samui hat und eine für eine Thai recht ungewöhnlich kurze Blütezeit haben soll. Ich hatte noch ein paar Samen übrig und entschied mich, die Thaifun Horizon ein weiteres Mal anzupflanzen.