Spanien hat sich neben den Niederlanden in den letzten Jahren zum Vorreiter in Sachen Cannabis entwickelt. Unter der heißen Sonne Südeuropas wächst und gedeiht eine muntere Szene aus Cannabis Social Clubs, Breeder-Kollektiven, Hanfmessen in jeder größeren Stadt, spannenden neuen Strains und Seedbanks. Wir trafen uns mit Dinafem-Pionieren der spanischen Szene, die vor allem für ihre hervorragenden 100 % weiblichen Strains wie z. B. Critical+ und Moby Dick bekannt sind.

Wie kam es dazu, dass ihr mit Dinafem eine der ersten Samenbanken in Spanien gegründet habt?

Nach meinem Landwirtschaftsstudium fing ich im Jahr 1995 an, mich ernsthaft mit der Hanfzucht auseinanderzusetzen. Ich hatte einiges davon gehört, wie man bei Hanfpflanzen mit Gibberlinsäure 100 % feminisierte Samen züchten kann und wollte das selber mal ausprobieren. Es gelang mir, etwas Gibberlinsäure über eine Baumschule zu besorgen und das Experiment durchzuführen – und das ging dann auch erstmal gewaltig in die Hose! Die Pflanzen wuchsen lang, mutierten und starben schließlich ab, ohne jemals Blüten zu bilden.

Ich habe aber nicht aufgegeben und blieb an meinem Studium, wie man Hanfpflanzen feminisieren konnte, dran. Hierbei nutzte ich sowohl alle Informationen, die damals zu diesem Thema in den einschlägigen Internetforen kursierten, und zog meine damalige Growerbibel Marihuana Botany von Robert Connell Clarke zu Rate. Über eine deutsche Bücherei gelangte ich auch an den berühmten Artikel des Biologen Dr. Mohan Ram, der vielen als der Vater der Feminisierungsmethode gilt. Nach Jahren der Selektion und des Züchtens präsentierten wir 2004 unseren ersten 100 % weiblichen Strain und Dinafem, eine der ersten Samenbanken außerhalb der Niederlande.