Doping ist längst nicht mehr nur ein Phänomen, das ausschließlich verschiedene Disziplinen im Leistungssport betrifft, wie der allmorgendliche Kaffee wohl am ehesten beweist. Im Zuge von immer extremer werdenden gesellschaftlichen Anforderungen und dem damit verknüpften Leistungs- und Erfolgsdruck, mit dem wir alle mehr oder weniger konfrontiert werden, hat sich das Dopingphänomen bzw. der Versuch, die eigene Leistung zu steigern, mittlerweile auch in den Lebensbereichen Schule, Studium, Job und Freizeit etabliert.

Durch den Konsum so genannter Smart Drugs, Happy Pills oder Soft Enhancer erhoffen sich Schüler, Studenten und Arbeitnehmer eine Verbesserung ihrer  kognitiven Leistungsfähigkeit. Erhöhte Wachsamkeit, längere Konzentrationsfähigkeit, Verschwinden von Prüfungsangst und manchmal auch eine Verbesserung des geistigen Intellekts, ja sogar ein Anstieg des Intelligenzquotienten (IQ) sind Wirkungen, die von den Usern erwartet werden.

Doch was ist wirklich dran am Neuro Enhancement, sprich Gehirndoping?

Handelt es sich hierbei lediglich um den Wunschtraum einer größenwahnsinnigen und erfolgsorientierten Leistungsgesellschaft oder lässt sich unser Gehirn tatsächlich mit denen im Artikel vorgestellten Neuro Enhancern optimieren?