Da sitzen wir nun im Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug) nach Tokyo und unsere drei Rundreisewochen sind leider schon vorbei – jetzt heißt es nur noch  stundenlang Schnellzug zum Flughafen fahren. Ich packe meinen Laptop aus und lasse die letzten 20 Tage noch einmal Revue passieren…

Vor der Reise waren unsere Zweifel gar nicht so unerheblich, ob es überhaupt möglich wäre, sich in Japan ohne fremde Hilfe zurechtzufinden. Wir hatten über das Internet auf vier verschiedenen japanischen (Haupt)Inseln für jeweils ein paar Tage einen Mietwagen gebucht und auch schon alle Hotels klargemacht. Jetzt mussten wir sie nur noch finden – und das in einem Land, von dem man sagt, dass hier kaum einer Englisch versteht. Und genauso ist es auch.

Anfangs schien unser Trip unter keinem guten Stern zu stehen, denn schon die Anreise gestaltete sich problematisch. Unser Aeroflot-Flug hob in Berlin mit erheblicher Verspätung ab, weshalb wir in Moskau unseren Anschlussflug nach Tokyo versäumten. Ersatzweise wurden uns Tickets nach Seoul ausgestellt, wo wir  erstmal den halben Tag herumsaßen, bis es tatsächlich Richtung Tokyo weiterging, wo wir dann mit etwa 12 Stunden Verspätung eintrafen.

Doch ab dann lief alles wie am Schnürchen: Wir übernahmen unseren ersten Mietwagen am Flughafen Narita und fuhren – immer schön auf der linken Straßenseite – gen Norden. Unser Navi (ohne das es in Japan eh keinen Mietwagen mehr zu geben scheint) führte uns von Anfang an sicher ans Ziel – und das einfach nur durch die Eingabe der jeweiligen (Festnetz)Telefonnummer. Wie wir feststellten, war das wirklich die sicherste Art, in Japan eine Adresse zu finden – man brauchte nur die dazugehörige Telefonnummer, und die hatten wir ja von allen unseren Hotels. Und später auch (dank Google Maps) von allen möglichen Sehenswürdigkeiten.