Die Frage, ob Cannabis und Yoga bzw. Cannabis und Meditation zu vereinbaren sind, wird in Yoga-Kreisen sehr kontrovers diskutiert. Meist heißt es jedoch, dass Cannabis oder andere psychoaktive Substanzen und die Philosophie des Yoga nicht zueinander passen würden. Dies verwundert etwas, denn gerade in Indien, dem Heimatland des Yoga, weiß man bereits seit vielen Jahrhunderten um die positive Synergie von Cannabis, Spiritualität und Yoga.

Als Beispiel hierfür können die sogenannten Shiva-Sadhus herangezogen werden, die sowohl Experten auf dem Gebiet des Ganja, als auch  wahre Meister des Yoga und der Meditation sind. Und auch die derzeitig in Kanada und einigen Bundesstaaten der USA zu beobachtende Praktik des „Ganja-Yoga“ gibt einen klaren Hinweis darauf, dass sich Yoga und Cannabis nicht zwangsläufig ausschließen müssen, wie es von zahlreichen Yogalehrern weltweit allzu oft behauptet wird. Auf der anderen Seite heißt das jedoch ganz sicher nicht, dass der Cannabiskonsum zwangsläufig zur Erleuchtung führt. Denn dann sähe die Welt sicherlich anders aus. Vielmehr ist es so, dass der Cannabiskonsum – unter Berücksichtigung von Konsummotivation, kultureller Einbettung und anderen Faktoren – durchaus eine synergistische Ergänzung zum Yoga darstellen kann, dies aber nicht unbedingt muss. Ob es Sinn macht, Yoga und Cannabis zu verbinden, ist vom Yogi – der Yoga praktizierenden Person – wie auch von der Beschaffenheit des Ganjas (Sorte, Qualität, Wirkstoffgehalt etc.) abhängig.

Um mehr über die Kombination von Cannabis und Yoga in Erfahrung zu bringen, habe ich mich mit der Yogalehrerin Alya für ein Interview getroffen.