Bis sich ein Hanfkeimling zu einer stattlichen Pflanze entwickelt hat und die aromatischen Blüten geerntet und weiterverarbeitet werden können, ist es ein langer Weg, der mit einer Vielzahl von Gefahrenquellen verknüpft ist – sogenannte Risikofaktoren, die durchaus das Potenzial haben, das Projekt „Cannabis Growing“ binnen kürzester Zeit aufs Glatteis zu legen. Insbesondere bei Anfängern ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der eine oder andere Fehler unterläuft, der im Nachhinein bitter bereut wird. Deshalb nun eine Darstellung der zehn häufigsten Fehlerquellen, welche unbedingt ausgeschlossen werden müssen, damit das Projekt erfolgreich und ohne Enttäuschungen abgeschlossen werden kann. Denn ein unbefriedigendes Ergebnis ist weder den intensiven Arbeitsaufwand wert, geschweige denn das Risiko, erwischt zu werden.

  1. „Ich habe es doch nur meinen besten Freunden erzählt!“

Berichtet der Grower im Freundeskreis von seinem spannenden Projekt, reicht das oftmals schon aus, damit sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet. Innerhalb kürzester Zeit weiß es dann das ganze Dorf, inklusive der Personen, die es besser nicht wissen sollten. Daher sollte mit dem „Outing“ sehr vorsichtig umgegangen werden, denn ein unbekannter Hinweis eines Denunzianten an die Polizei, dass XY in seinem Haus oder Garten Cannabis anpflanzt, ist bereits vielerorts ein ausreichender Grund für eine Hausdurchsuchung – zumindest solange, wie in Deutschland der Anbau noch verboten ist.

  1. Übertriebene Fürsorge

Der unerfahrene Grower neigt in seinem Verhalten sehr häufig dazu, das Verhalten einer fürsorglichen Mutter zu imitieren, was grundsätzlich zwar eine wichtige Grundvoraussetzung ist, denn Pflanzen benötigen immer Liebe, aber zuviel des Guten kann manchmal auch kontraproduktiv sein. Manche Grower überschütten ihre Pflänzchen mit einer derartig überschwänglichen Fürsorge, in dem sie etwa mehrmals täglich akribisch genaue Untersuchungen am Keimling durchführen, um stetige Gewissheit darüber zu haben, dass es den Zöglingen gut geht. Die Keimlinge können darauf jedoch sehr empfindlich reagieren, denn sie mögen es überhaupt nicht, wenn sie ständig berührt werden. Daneben kann es passieren, dass der unerfahrene Grower infolge einer übertriebenen Fürsorge leicht in Panik gerät, wenn er an seinen Pflanzen unvorhersehbare, jedoch unproblematische Veränderungen feststellt, worauf hin möglicherweise unnötige Handlungsschritte eingeleitet werden, welche zwar gut gemeint sind, aber unterm Strich mehr schaden als nützen.

  1. Zu früher Beginn mit dem Outdoor-Grow

Setzt der Grower seine Pflanzen bereits im Frühjahr ins Freiland, wird das Ergebnis in der Regel folgendermaßen aussehen: Große Pflanzen mit kleinen Buds. Das liegt daran, dass bis zur Sonnenwende die Tage immer länger werden, wodurch die Pflanze eine lange Vegetationsperiode hat. Erst im August oder gar September, wenn das Sonnenlicht schon spürbar schwächer wird, beginnt die Pflanze ihre Blüten auszubilden, weshalb die Erntemenge bei einem zu früh beginnenden Outdoor-Grow meist nur gering ausfällt. Daher ist es sinnvoller, die jungen, im Haus vorgezogenen Pflanzen erst Mitte bis Ende Mai ins Freiland zu setzen. Denn auf diese Weise beginnt die Pflanze früher zu blühen, sie kann sich besser entwickeln und produziert auch größere Buds, die letztlich auch noch genug Zeit haben werden, vollständig reifen zu können.