Die Tage werden kürzer, dunkler und kälter: Wieder einmal hat die Indoor-Saison begonnen. Die meisten werden – wie jedes  Jahr – wieder ihre altgedienten HID- (MH- und/oder HPS-) Lampen aus dem Keller holen, um damit in der guten Stube auch die nächste Generation ihrer geliebten grünen Gewächse zu beleuchten. Die vegetative Aufzucht der Sämlinge oder Stecklinge werden sie dabei womöglich auch mit fluoreszierenden Röhren oder CFL-Leuchten durchführen, zumindest in der Frühphase. Soweit das bewährte und weitverbreitete Standard-Szenario.

Doch es gibt da ja auch noch eine Beleuchtungstechnologie, die in den letzten Jahren sowohl in der Industrie als auch im Alltag stark auf dem Vormarsch ist, zu einem Siegeszug um die ganze Welt angesetzt hat und in der Zukunft fast alle anderen Arten von Leuchten nach und nach ersetzen wird: Die LED-Technologie. Auch im Grow-Bereich erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit, dank neuer seriöser Hersteller auf dem Markt und entsprechend verbesserter Qualität. Ich muss zugeben, dass ich lange Zeit zu den LED-Zweiflern gehörte, einfach nicht glauben wollte, dass mit solchen Leuchten ertragsschwere Pflanzen mit vielen großen harten Buds gegrowt werden können, dass sie den HID-Lampen ebenbürtig oder gar überlegen sein könnten. Denn zu viel Schindluder wurde mit Grow-LEDs in den frühen Jahren ihres Erscheinens auf dem Markt getrieben, völlig unrealistische Versprechungen gemacht, nach dem Motto „die Hälfte an Strom einsparen und das Doppelte ernten“. Was natürlich kompletter Unsinn war, und viele Erstanwender dieser jungen Technologie wandten sich schwer enttäuscht wieder davon ab, da die erzielten Erträge spärlich waren, allenfalls die obersten Buds einigermaßen dicht und fest gerieten. Kein Wunder, steckte doch die Qualität und die spektralen Kombinationsmöglichkeiten der damals verbauten LEDs noch in den Kinderschuhen. Zudem geht es bei der LED-Beleuchtung zu Grow-Zwecken nicht um Stromeinsparung, jedenfalls nicht primär, sondern darum, hocheffizientes, spektral optimiertes und somit maximal pflanzenverfügbares Licht in den Grow-Raum zu bringen. Und genau das ist mittlerweile mit bestimmten LED-Qualitätsleuchten der neuesten Generation möglich.