Um die Qualität der Blütenstände zu steigern, haben sich die Düngerfirmen Unmengen an Zusatzstoffen ausgedacht. Viele  Leute vertrauen auf diese meist extrem teuren Zusätze. Oft aber bringen die Stoffe nicht viel oder sind sogar hoch gefährlich. Heim(lich) gärtner verwandeln somit ihr gutes, selbst angepflanztes Gras in ein gefährliches, halbsynthetisches Produkt. Dabei lässt sich auch durch kleine und einfache Tricks die Qualität der Harze, Öle und der Aromen steigern.

Zuerst möchte ich sagen, dass ein Bud, der überaus mit Harz behaftet ist, nicht zwangsläufig potenter ist, als ein Bud, der nur einen mittelmäßigen Harzbesatz aufweist. Das liegt ganz einfach daran, dass die Konzentration an Cannabinoiden innerhalb der Harzdrüsen von Sorte zu Sorte stark variieren kann. Man könnte beispielsweise eine Faserhanfsorte mit extremer Harzbildung züchten. Das würde aber nicht heißen, dass sie deshalb sehr potent wäre, denn solange das Gen, welches bestimmte Enzyme steuert, die wiederum die Umwandlung von CBD in THC beeinflussen, nicht (durch einkreuzen einer THC-reichen Cannabispflanze) verändert wird, wird die Pflanze in den meisten Fällen nicht über ein THC Gehalt von 0,3% kommen.

Was man jedoch sagen kann ist, dass eine harzreiche Sorte lungenschonenderen Rauch erzeugt. Denn die Harze verdampfen zum größten Teil und verbrennen nur im geringen Maße (je nach Rauchmethode). Das Pflanzenmaterial an dem die Harze haften verbrennt und erzeugt Kondensate, welche (in großen Mengen) die Lunge belasten. Nebenbei möchte ich noch bemerken, dass eine 8jährige Studie der medizinischen Fakultät der Kalifornischen Universität (UCLA) angibt, dass die Lungenfunktion gewohnheitsmäßiger Cannabis-Konsumenten (Pur-Raucher) nicht stärker abnimmt, als die von Nichtrauchern.