Mein letzter Wien-Besuch hat mich nach der Stippvisite bei Carlos* auch wieder zu Sebastian* geführt, den ich vor ziemlich  genau einem Jahr (siehe Ausgabe 05/2014: Bonanza – eine kleine, aber feine Farm) schon einmal besucht hatte. Sebastian baut in einer Bonanza-Box auf knapp 0,4 m2 Cannabis an und empfängt mich bei meinem insgesamt dritten Besuch im siebten Bezirk schon wie einen alten Bekannten.

Bevor er mir seine Mini-Box zeigt, dreht er eine kleine Californian Orange Bud Tüte. Sebastian steht immer noch auf klassische Sorten und hatte im vergangenen Jahr gerade eine Euphoria-Mutterpflanze ausblühen lassen, um sich anschließend nach einer neuen Sorte umzusehen. Das wurde dann Califorina Orange Bud, wovon er sich ein paar U-Bahn-Stationen weiter ganz legal sechs Stecklinge gekauft hat. Das Ergebnis des ersten Durchgangs war Sebastian zufolge extrem lecker und mit einen Ertrag von knapp 200g ebenso ergiebig. Also sollte es beim nächsten Durchgang, dessen Ernte genau zur Zeit meines Besuchs anstand, auch wieder die bewährte Genetik von Sensi Seeds sein. Aber bevor Sebastian die Tür seiner „Bonanza-Box“ öffnet, werde ich vorgewarnt.

„Dieses Mal sieht es nicht ganz so toll aus wie sonst. Ich hatte ziemliche Temperaturprobleme und dann habe ich in der vierten Woche auch noch Viecher entdeckt. Besprühen wollte ich die Buds nicht und jetzt sehen meine sechs Mädels auch dementsprechend aus, obwohl ich bezüglich der Pflege alles wie immer gemacht habe“.