Bei dem Sortennamen Industrial Plant wird manch einer womöglich an Industriehanf, also THC-armen Faserhanf denken. Doch weit gefehlt! Dieser sehr erfolgreiche Strain der spanischen Seed Bank Dinafem beruht auf stark THC-haltigen Drogenhanfsorten, zum einen Teil sogar auf einer ganz berühmten Sorte: Northern Lights. Diese in den 1970er Jahren in den USA entstandene Sorte ist neben Skunk #1 und Haze einer der drei legendären Eckpfeiler des „Amsterdam Genpools“, jenes Sorten-Dreigestirns, dessen Bausteine bei der Züchtung so unzählig vieler anderer Sorten weltweit Pate standen.

Von Northern Lights gibt es eine ganze Reihe von Variationen, allein der fast schon mythische Ur-Pate der holländischen Cannabiszüchter-Gilde, Nevil Schoenmakers, verfügte über neun verschiedenen Linien, von denen Northern Lights #5 die bekannteste und am weitesten verbreitete wurde. Die Northern Lights-Sorte, die Dinafem für die Züchtung ihrer Industrial Plant verwendete, besteht genetisch zu gleichen Teilen aus einer Afghani-Indica und einer Thai-Sativa. Als männlichen Kreuzungspartner für diese Northern Lights setzte Dinafem eine geheime holländische Sorte mit Sativa-lastiger Genetik ein, die für ihre sehr hohen Erträge bekannt ist. Das Ergebnis: Industrial Plant, eine enorm wüchsige, hochproduktive Cannabissorte mit schneller Blütezeit, die sehr gut für den kommerziellen Einsatz geeignet ist. Sie lässt sich einfach kultivieren und bringt zumeist mittelgroße bis große Pflanzen hervor, die mit voluminösen und dichten, sehr harzreichen Buds besetzt sind. Der große Phänotyp kann sich unter optimalen Anbaubedingungen als wahre Bud-Fabrik mit eindrucksvollem Blütenausstoß (bis zu 625 g/m2) entpuppen und zeigt in diesem Fall dann sehr anschaulich auf, wie diese Sorte zu ihrem Namen kam…