Indoorgrow zuhause ist mittlerweile absolut keine Rarität mehr, ganz im Gegenteil. Doch nicht jeder hat einen interessanten Background, der indirekt sogar etwa 80 Jahre zurück liegt. Zeit seines Lebens verbrachte Shame, der Gärtner, seine Urlaube in Spanien bei seinen Großeltern. Neben Sommer, Sonne und Strand gab es dort auch diesen ganz besonderen Freund. Als Homegrower versorgte er unseren Gärtner in seinen Ferien mit süßen, fruchtig-herben und wahrhaftig sonnengereiften Knospen. Wozu das in Kombination mit seiner Vergangenheit führte – lest selbst.

Vielen Dank für deine Einladung, lieber Shame. Statt eines Keks zum Kaffee, bietest du Stickys an. Was werden wir rauchen?

Vanilla Kush von Barney`s Farm. Aromatisierter Kaffee mal anders.

Deine Pflanzen sehen toll aus. Ich habe nach einem Anfänger gesucht, habe aber dich gefunden. An deinem Werdegang kam ich nicht vorbei. Spanien scheint ja, was deinen Hang zu Cannabis und insbesondere Homegrow betrifft, entscheidenden Einfluss auf dich gehabt zu haben. Warum?

Im Grunde beginnt die Geschichte mit meinem Großvater, ein wirklich guter und toller Mensch. Er hat sich Mitte der 80er Jahre einen Lebenstraum erfüllt und ist als Frührentner nach Spanien ausgewandert. Neben einer prächtigen Finca hatte er auch ein wunderschönes Anwesen mit einen Garten, den er ganz persönlich pflegte. Er liebte es, seine Familie um sich zu haben und somit verbrachten wir fast immer die gesamten Ferien dort. Du musst wissen, mein Großvater ist im Krieg als 17jähriger Jungkommunist nach Frankreich gegangen und hat sich dort der Résistance angeschlossen. Er wurde aber bereits in den ersten Monaten schwer am Bein verletzt. Seine Genossen haben ihn irgendwo auf dem Land versteckt, wo er letztlich bis zum Ende der deutschen Besatzung geblieben ist und sich auskuriert hat. So richtig hat sich sein Bein nie erholt. Damals, als er wieder laufen konnte, fing er an, dort auf dem Hof und auf den Feldern zu arbeiten.

Wir reden hier von der berühmten französischen Résistance?

Ja, richtig. Die Zeit dort hat ihn sehr geprägt, denn neben dem ganzen Wissen über die ausgesäten Pflanzen und deren Bedürfnisse, entdeckte er auch seinen grünen Daumen. Anfang der 50er kehrte er dann zurück nach Deutschland und landete – wie er zu sagen pflegt – „seinen größten Glücksgriff nach eurer (Groß-)Mutter“: Er eröffnete ein Gärtnereifachgeschäft und verdiente die nächsten 35 Jahre jede Menge Geld. Sein Traum führte ihn an die Mittelmeerküste Iberias, wo er seine Finca selber baute und den besagten Garten anlegte, in welchem er auf Grund des Klimas auch exotische Pflanzen setzen konnte. Er verschwand oft für Stunden dort.