Vor genau einem Jahr wurde ich Bio-Homegrower. Auf der Höhe meiner Unzufriedenheit mit Gras vom Schwarzmarkt entschied ich mich, es mit Pflanzen auf der Terrasse zu versuchen. Heute habe ich mein eigenes Biotop unter dem Dach und erzeuge Gras, das mich jedes Mal aufs Neue begeistert. Alles begann mit White Widow Automatic von White Label und exakt 372 Tage nach meiner ersten, sehr bescheidenen Ernte, fahre ich heute wieder die Weißen Witwen ein.

Asche, welche sich nicht einfach abklopfen lässt, sondern teilweise mit der Schere geschnitten werden muss, explosionsartige Funken, Geschmack, der nichts mit meinem Lieblingskraut zu tun hat und im besten Fall viel Qualm um nichts. Husten- und Würgeanfälle waren dann der endgültige Auslöser: So will ich nicht mehr, ich höre auf damit. Ich lege Wert auf gesundes Essen, Obst und Gemüse kaufe ich ausschließlich unbehandelt, Fleisch muss gut sein und Milchprodukte nur von weidenden Tieren. Auch beim Alkohol bin ich bereit, mehr zu bezahlen, um auf Fusel zu verzichten. Man sollte meinen, dass man diese Ansprüche auch bei seinem Dope haben sollte. Aber wie komme ich da dran? Wo gibt es schon Bio-Weed?

Obwohl ich nun seit Jahren alltäglichen Umgang mit Gras hatte, viel über Qualitätsmerkmale im Endprodukt und im Rauchverhalten wusste, war ich ein absoluter Noob was Homegrow betraf. Ich wusste nichts von Zelten, NDLs und LEDs, Growshops und diesem extrem breit aufgestellten Markt, welcher sich doch im Grunde vor meiner Haustür austobt. Wobei mein erster Gedanke noch gar nicht so weit ging – ich dachte erstmal nur an eigene Pflanzen auf der Dachterrasse. So landete ich auf der Homepage von Sensi Seeds. Welcome to Paradise. WOW. OMG. WTF. Mir ging einer ab!