Nicht nur in den USA und Kanada erfreuen sich Cannabis-Extrakte einer ständig wachsenden Beliebtheit, die „710“-Kultur zieht auch in Europa immer mehr Cannaseure in ihren Bann. Die Herstellung von Öl, Wax und Shatter ist nicht weniger komplex als das Winzer-Handwerk, weshalb sich die Vertreter dieser Kultur in Anlehnung an „420“ für Cannabis die Zahl „710“ für ihre Extraktions- und Dabbing-Kultur auserkoren haben.

710 heißt aber nicht, dass erst um zehn nach sieben gedabbt werden darf. Dreht man das Wort „Oil“ um, steht da „710“- der Code für alles, was mit Extraktion und Dabbing zu tun hat. In Europa sind die regionalen Unterschiede in Sachen Extrahieren und Dabben sehr groß, denn eine echte 710-Kultur kann sich nur entwickeln, wenn Anbau und Verarbeitung von Cannabis zumindest im kleinen Rahmen nicht mehr bestraft werden. So haben sich Spanien und insbesondere die Cannabis Social Clubs Barcelonas zum 710-Hotspot gemausert, während man in den meisten Nachbarländern oder in Nordeuropa selten gute Extrakte findet.

In den USA und Kanada werden ständig neue Produkte rund ums Dabben entwickelt. Wo Cannabis legal oder toleriert ist, scheint es eine grundsätzliche Verlagerung hin zu Cannabis-Extrakten, Wachsen, Shatter und Öl zu geben. Leider stehen die niederländischen Coffeeshops ein wenig außen vor, weil Konzentrate dort seit jeher von Gesetzes wegen als harte Droge angesehen werden. Ein Coffeeshop, der Öl oder Shatter verkauft, verliert sofort seine Lizenz. Auch wenn die Hasch-Extraktions-Legende Mila Jensen im Jahr 2015 den ersten „Daba Doo Cup“ in Amsterdam veranstaltete, sind die Niederlande bei Cannabis-Extrakten ansonsten ein ziemlich weißes Blatt, wenn es um „710“ geht. Die nächste Ausgabe von Milas Event fand dann auch in Barcelona statt.