Das Geschäft mit Hanfsamen, die für den Anbau stark THC- oder CBD-haltiger Pflanzen bestimmt sind, ist heutzutage ein globales Big Business. Die Anzahl der Samenbanken ist mittlerweile vierstellig geworden, die der Wiederverkäufer im Internet ist es schon lange. Und in Zeiten einer fortschreitenden weltweiten Legalisierung von Cannabis, wie sie z.B. bereits in einigen Bundesstaaten der USA sowie in Kanada und Uruguay vollzogen worden ist, ist kein Ende des Marktwachstums in Sicht. Die Nachfrage wird weiter steigen und neue Anbieter, Samenerzeuger und Wiederverkäufer, werden in den Markt einsteigen und versuchen, sich ein Stück des Kuchens zu sichern.

Ein weiterer starker Wachstumsfaktor für den Samenmarkt ist der Siegeszug von Cannabis als Medizin in vielen Ländern der Welt, immer mehr Menschen erkennen den großen medizinischen Wert der Pflanze und nutzen ihn für sich. Darunter befinden sich auch etliche, die vorher nie gekifft haben. Über die medizinische Schiene werden also auch ganz neue Käufergruppen erschlossen. Es gibt zwar keine offiziellen Geschäftszahlen, doch das globale Hanfsamen-Business macht sicherlich jedes Jahr einen Umsatz in zumindest dreistelliger Millionenhöhe.

Doch alles, was groß ist, war auch mal klein. Wie alles anfing mit dem Samengeschäft und sich weiterentwickelte, soll in dieser zweiteiligen Serie berichtet werden. Zwei Länder fungierten als Keimzellen der professionellen Züchtung von Cannabis-Sorten und des Handels mit ihnen, hier braute sich der hanfgeschwängerte Urnebel zusammen, aus dem die ersten Samenbanken hervorgingen – die Rede ist von den USA und der Niederlande.