Haschisch-Öl bezeichnet das Harz des Hanfes, das aus der Hanfpflanze extrahiert wurde und somit frei von allen anderen Pflanzenteilen ist. Das extrahierte Harz ist eine zähe, klebrige Masse, die sich schon bei Körpertemperatur verflüssigt. Nimmt man die Masse mit einem Dorn auf, zieht sie lange Fäden, die im Gegenlicht goldgelb schimmern. Aber wie kommt man – ganz ohne Lösungsmittel – an das begehrte Extrakt?

Haschisch-Öl galt lange als das rausch-potenteste Hanfprodukt. Es ist das reine Harz des Hanfes, das die Pflanze mittels Harzdrüsen hervorbringt. Im Harz befinden sich die Cannabinoide, um die sich alles dreht, wenn nicht vom konventionellen Nutzen des Hanfes als nachwachsender Rohstoff die Rede ist. Gewonnen wird Haschisch-Öl normalerweise, indem vorbereitetes (getrocknet, zerkleinert u.ä.) Pflanzenmaterial mit einem möglichst gegenpolaren Lösungsmittel behandelt wird. Früher wurde üblicherweise medizinischer Alkohol benutzt, in dem Cannabis eingelegt und nach einer längeren Einwirkphase wieder abgeseiht wurde. Wenn sich der Alkohol verflüchtigt, bleibt das vorher in diesem gelöste Harz zurück und schon hat man fertiges Haschisch-Öl.

Allein aufgrund des hohen Preises von medizinischem Alkohol kamen in jüngerer Zeit weitere Lösungsmittel zur Anwendung. Buthan- und Propangas lösen das Harz auch sehr gut und beide verdampfen viel schneller. Allerdings sind die beiden Gassorten hochgradig explosiv und noch leichter entflammbar als Alkohol. Der Umgang mit derart leicht entflammbaren Stoffen bedarf Sicherheitsmaßnahmen, die kein Haushalt gewähren kann.

Weniger explosiv ist eine CO2-Extraktion. Bei hohem Druck löst das verdichtete, sogenannte überkritische CO2 das Harz von der Pflanze und gibt die Extrakte wieder ab, sobald der Druck gesenkt wird. Die CO2-Extraktion ist relativ umweltfreundlich und ungefährlich. Allerdings ist das nötige Gerät voluminös, teuer und für den privaten Gebrauch einfach überdimensioniert.

Ein weiteres, auch für den privaten Gebrauch sehr interessantes Extraktionsverfahren ist das Auspressen des Harzes mit Wärme und Druck. Ganz ohne Lösemittel wird das Harz aus dem Rohmaterial herausgepresst. Prinzipiell funktioniert das sogar mit einem Haarglätter oder Glätteisen, wie der Frisör es nennt. So zweckentfremdet wirkt das Gerät ziemlich improvisiert und ist wenig ertragreich. Will man das Harz professionell auspressen, dann braucht man ein entsprechendes Gerät. Die dafür verwendete Maschine nennt sich „Rosin-Press-Machine“, übersetzt auf deutsch: Harz-Press-Maschine. Wir haben einen Besitzer einer solchen Press-Maschine besucht und für Euch befragt.