Eine Möglichkeit der politischen Mitgestaltung ist die Teilnahme an öffentlichen Kundgebungen. Also auf die Straße gehen und bei Demos mitmachen. Wie der G20-Gipfel in Hamburg allerdings gezeigt hat, gibt es dabei einige Dinge zu beachten.

(Vorab ein Hinweis an alle Polizisten, die hier mitlesen: Die nächsten Minuten müsst Ihr sehr tapfer sein. Solltet Ihr Euch immer prächtig amüsiert haben, wenn es im Kabarett gegen Politiker, Religionen, Lehrer, Journalisten, Makler, Handwerker, Ärzte oder Juristen ging – die nächsten Minuten könnt Ihr zeigen, wie es um Euren Humor wirklich bestellt ist.)

Los geht’s!

Es gibt im Grunde nur zwei Sorten von Demos. Das eine sind die Latsch-Demos, Die heißen so, weil die Polizisten da leger nebenher latschen. Da sieht man den Bürger in Uniform mit Schirmmützen und kurzen Ärmeln. Und das passiert immer dann, wenn es quasi um nix wichtiges geht. Gewerkschaften wollen höhere Löhne. Ärzte wollen höhere Honorare. Die FDP will höhere Prozente.

Und dann gibt`s die Demos, die ein bißchen heikler sind. Die erkennt man daran, dass man da nicht einfach so los latschen darf, sondern da erteilt die Polizei den Demoteilnehmern vorher Auflagen, z.B. gegen Vermummung oder passive Bewaffnung. Das macht Sinn, vor allem, wenn die Polizei eine Sonnenbrille als Vermummung betrachtet und einen Regenschirm als passive Bewaffnung. Wenn nämlich so ein Rentner am Stuttgarter Bahnhof einem Wasserwerfer gegenüber steht, dann soll der seine Augen nicht davor schützen können. Wofür sonst hat die Polizei denn schließlich so viel Geld für den teuren Wasserwerfer ausgegeben?