Sortenporträt: Shiskaberry von Barneys Farm

Grow Report: Shiskaberry

Die erlesene Cali-Kollektion von Barney’s Farm umfasst momentan ein gutes Dutzend Sorten, und die stark Indica-dominante (80 %) Sorte Shiskaberry ist eine von ihnen. Klarer Fall: Für den eingefleischten Indica-Liebhaber The Doc ein absolutes Muss! Er hätte sie auch „blind“ genommen, war aber natürlich neugierig und informierte sich vorher über die Eigenschaften dieses so verheißungsvoll klingenden Strains.

Barney’s Farm hat viel Arbeit in die Entwicklung von Shiskaberry gesteckt und mehrere Jahre bis zur vollständigen Zufriedenheit daran gezüchtet. Als Mutter grüßt eine alte Bekannte: Der geniale Fruchtsorten-Klassiker Blueberry. Der Vater steht gewissermaßen für bodenständige Verlässlichkeit, es ist ein unverwüstlicher, klassischer Afghani alter Schule.

Die Vermählung dieser beiden führte zu einer machtvollen Indica-Pflanze mit überdurchschnittlich hohen Indoor-Erträgen (500 bis 600 g pro Quadratmeter) bei einer recht kurzen Blütezeit von sieben bis acht Wochen.

Auch draußen funktioniert sie ausgezeichnet, da sie dort bereits in der dritten bis vierten Septemberwoche zur Reife gelangt, was sehr früh ist. Ein weiteres Plus: Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Schimmel wird auf einer Skala bis fünf mit vier angegeben.

Shiskaberry ist zwar eher kleinwüchsig, soll bei verlängerter Wachstumsphase outdoors aber dennoch Mega-Ernten von bis zu 1,5 bis 2 kg pro Pflanze ermöglichen. Eine weitere Stärke dieser Sorte besteht in ihrem Aroma, das äußerst kräftig daherkommt und die Nase und den Gaumen mit einem tiefgründigen, erdig-süßen Beerencharakter betört.

Beim Turn kündigt Barney’s an, dass Shiskaberry den Konsumenten auf eine meditativ-philosophische Geistesebene entführt, denn sie wird dich „in tiefere Dimensionen voller Einsicht und Erleuchtung eintauchen lassen” und somit tiefenentspannt und glücklich machen. „Wer will das nicht?“, sagte ein lächelnder The Doc erwartungsfroh.

Die Wachstumsphase: Ultra-kompakte Büsche

Shiskaberry lässt sich laut Barney’s sehr einfach kultivieren, der Schwierigkeitsgrad wird mit 1 angegeben, „easy-peasy“ also, wie sie in Kalifornien sagen. Nicht, dass der erfahrene Meister-Grower The Doc es unbedingt besonders einfach haben müsste, aber auch er ist unkomplizierten Sorten gegenüber natürlich nicht abgeneigt.

Wie nicht anders erwartet, absolvierten die beiden angesetzten feminisierten Samen die Keimung mit Bravour und salutierten nach drei Tagen strammstehend an der Erdoberfläche. Wegen ihrer stark dominanten Indica-Natur gewährte The Doc den beiden Shiskaberry-Pflanzen eine Wachstumszeit von fünf Wochen. Und die brauchten sie auch, denn sie setzten ihre Internodien dicht an dicht und wuchsen im Stil von ultra-kompakten Büschen, bestückt mit standesgemäß dunkelgrünen breiten Laubblättern.

„Man kann keinen Millimeter hindurchsehen, so dicht und vieltriebig sind sie gewachsen“, berichtete The Doc gegen Ende der fünfwöchigen Wachstumsphase, „die beiden Pflanzen präsentieren sich hier äußerlich als uniforme Vollblut-Indicas, mit niedrigen Höhen von 29 und 33 cm. Durch die Streckung in der Blüte wird aber sicherlich mehr Licht an die Seitentriebe kommen und sattes Bud-Wachstum ermöglichen. Ich habe zu diesem Zweck zusätzlich auch einige der großen Segelblätter entfernt, natürlich aber nicht zu viele, weil in diesen Assimilate gespeichert sind, die für den Energiehaushalt der Pflanzen wichtig sind.“ 

Ein funkelndes Spektakel mit dicken Buds und sensationellem Duft

In den ersten vier Blütewochen streckten sich die beiden Shiskaberries dann tatsächlich ordentlich, sodass ihre Struktur offener wurde und sich die vielen Blütenansätze an den Zweigen prächtig entwickeln konnten! Es entstanden typisch knollig-mollige Indica-Buds, die über die Wochen immer üppiger anschwollen und aus denen das Harz förmlich herauszufließen schien, so üppig waren Shiskaberry-Calyxe und -Blütenblätter, auch die großen, mit Trichomen beschichtet, es wurde ein einziges funkelndes Spektakel.

Aus The Docs Grow-Tagebuch: „Das ist Indica-Blütenqualität in Reinkultur und vom Allerfeinsten! Genau wie ich es erwartet hatte von dieser Super-Kreuzung. Fast noch geiler als diese Buds anzuschauen ist es aber, an ihnen zu riechen – denn der Duft, den sie verströmen, ist echt sensationell. Als wenn man im Wald auf einer Lichtung Beeren sammelt und dabei nach einem Regenfall nun die Sonne scheint – die aufsteigende erdige Würzigkeit des feuchten Waldbodens vermischt sich mit einem süßen, leicht herben Beerengeruch zu einem schweren delikaten Aromakörper.“

Granit-harte Buds führten zu einer freudigen Ertragsüberraschung

Nach genau 56 Tagen, genau rechtzeitig zum Ende des von Barney’s angegebenen Erntezeitfensters, waren die beiden Shiskaberries vollreif, und The Doc konnte die Ernte einfahren und „richtig fette Hanf-Beeren pflücken“, wie er schmunzelnd sagte.

Die eine Pflanze war bei einer Höhe von 59 cm ausgekommen, die andere bei 72 cm, sie hatte eine etwas stärkere Streckung gezeigt. Wieder einmal sollte er dann ein paar Wochen später beim Wiegen der Buds eine Überraschung erleben, denn zusammen kratzten die beiden Shiskaberry-Exemplare hart an der 100-Gramm-pro-Pflanze-Marke, 198 Gramm schlugen zu Buche.

„Aufgrund der handlichen, untersetzen Pflanzengröße hatte ich mich hier täuschen lassen“, kommentierte The Doc, aber durch die enorme Dichtigkeit und Granit-Härte der Buds ist doch verdammt viel Erntegewicht zusammengekommen, hurra!“ Das Trocken-Bouquet der Buds hatte nun noch eine süß-würzige Honig-Note dazugewonnen, was zusammen mit der nach wie vor vorhandenen Beerigkeit und Erdigkeit zu einem bezaubernden Geruchserlebnis führte. 

Konsumtest: The Doc wird zum Buddha – mit dem Herzschlag eines Blauwals

Das bezaubernde Geruchserlebnis sollte sich dann beim Konsumtest in einen ebenso bezaubernden Geschmack verwandeln: Als der erste Dampf vom Mighty-Vaporizer in seinen Mund wehte, vermeldeten dort alle Geschmacksknospen „mehr beerensüße Würze geht nicht!“ Die satte Vollmundigkeit dieses Flavours hatte zudem eine lange Verweildauer auf dem Gaumen.

„Was für eine köstliche Leckerei, und das völlig kalorienfrei“, scherzte The Doc. Schon nach zwei großvolumigen Zügen war es ihm, als stiege eine wohltuende körperliche Wärme in ihm auf, die in seine Gliedmaßen strömte und diese geschmeidig-entspannt machte. Gleichzeitig wurde sein Kopf einer sanften THC-Massage unterzogen, es fühlte sich an, als legte sich ein dämpfender Schleier darum, der jegliche negative Gedanken von ihm fernhielt und ihm selige Zufriedenheit und Entspannung schenkte.

Ob es nun daran lag, dass Barney’s von Einsicht und Erleuchtung gesprochen hatte, oder nicht, jedenfalls führte der Shiskaberry-Genuss bei The Doc tatsächlich zu tiefer innerer Einkehr und dem glücklich machenden Gefühl, mit sich und der Welt im Reinen zu sein, er ruhte über zwei Stunden lang wie ein grauhaariger Buddha in sich, dessen Herz gefühlt so langsam schlug wie bei einem Blauwal.

„Shiskaberry ist eine Super-Indica wie aus dem Lehrbuch! Sie hat bei mir alle Register gezogen, beim Anbau und Ertrag hervorragend performt und mich mit einem wunderbaren Genießer-Flavour sowie einer Körper und Kopf verwöhnenden, meditativen Happiness-Wirkung beglückt. Mein Indica-Herz ist bei diesem Strain voll aufgegangen!“

Kulturdaten:

Genetik2 x Shiskaberry (Blueberry x Afghan) 
WachstumsphaseFünf Wochen (nach Keimung)
Blütephase 56 Tage / allgemein 49 bis 56 Tage
MediumPlagron Grow Mix-Erde, 11 Liter-Töpfe 
pH6,2 bis 6,6 
EC1,2 bis 1,8 mS
Lichtbis zu 12 x SANlight S4W = 1680 Watt
Temperatur19 bis 28°C 
Luftfeuchtigkeit40 bis 60 %
Bewässerungmanuell
DüngungOrganic Bloom Liquid von Green Buzz Liquids
Zusätze/StimulanzienLiving Organics, More Roots, Humin Säure Plus, Big Fruits, Fast Buds und Clean Fruits von Green Buzz Liquids
Eingesetzte GeräteCleanLight Pro zur Schimmelprävention
Höhe59 + 72 cm
Ertraginsgesamt 198 g