Sortenportät: Blue Gelato 41 - Die zwei geilen Schwestern

Grow Report: Blue Gelato 41

Dank bester Kontakte konnte Barney’s Farm in Kalifornien (dem neuen gelobten Land des Cannabis) gleich eine ganze Reihe von schwer angesagten West Coast-Genetiken an Land ziehen. Blue Gelato 41 ist so ein spektakulärer Fang, der den Barney’s-Züchtern gelang und den sie als Samensorte „serienreif“ machten. Frohe Kunde für alle Grower in Europa, die nun leicht auf diese Spitzenkreuzung zugreifen können.

Blue Gelato 41, zu 60 % Indica und zu 40 % Sativa, besteht aus der unverwüstlichen Sorten-Ikone Blueberry und der heiß begehrten Trend-Sorte Gelato 41 (Thin Mint Girl Scout Cookies x Indica Sunset Sherbet) von der Cookies Family, deren konzentrierter THC-Gehalt über 27 % betragen kann.

Bei der Hybridisierung zweier solcher Genetik-Asse kann nur Großartiges herauskommen – konkret heißt das: Heftige Indica-Power, die einen „schnellstens in einen See tiefster psychedelischer Entspannung reißt“, wie es so schön in Barney’s Sortenbeschreibung heißt, und wie eine Anti-Schmerz-Massage wirken kann.

Doch die starke Entspannungswirkung macht laut Barney’s keinen müden Kopf, der Konsument kann das behagliche Chillen also ohne verschärfte Einschlafgefahr genießen. Harz in rauen Mengen versteht sich bei dieser Hybride fast von selbst, und auch in Sachen Ertragsleistung ist Blue Gelato 41 ein Knaller: Indoors sind nach 63-70 Blütetagen fette 600 – 700 g/m2 erreichbar, draußen pro Pflanze 2,5 – 3 kg, wenn alle Anbaubedingungen absolut optimal sind und man die Wachstumsphase verlängert.

Die Außenernte geht in der zweiten bis dritten Oktoberwoche über die Bühne, mit guten Chancen auf ungetrübte Erntefreude, denn Blue Gelato 41 verfügt über eine sehr hohe Schimmelresistenz.

Aromatisch ist dank einer Zitronennote spritzige Frische angesagt, die sich mit einem süßen Topping und einer gewissen Erdigkeit paart. Dieser Strain bringt verschiedene Phänotypen hervor. Es kommt nicht selten vor, dass sich das Laub und die Blütenkelche der Pflanzen lila bis bläulich färben. Hier gilt natürlich die Regel, je kälter die Anbautemperaturen, desto intensiver sind diese besonderen farblichen Ausprägungen.

Mustergültig gutes und uniformes Wachstum

Blue Gelato 41 und ihre genetische Komposition waren Musik in den Ohren von The Doc, der sich seit einiger Zeit mit dem West Coast-Genetik-Fieber infiziert hat und absolut heiß auf all die schönen Dinge ist, die von dort über den großen Teich nach Europa kommen.

Also hieß es ran an diese West Coast-Perle! Und zwar wie üblich mit zwei feminisierten Samen, die tadellos keimten, es waren erst zweieinhalb Tage vergangen, als die beiden Keimlinge an der Erdoberfläche anklopften und sich kurz darauf dem Licht entgegenreckten.

Es folgte flottes vegetatives Wachstum mit früh einsetzender, lebhafter Seitenverzweigung. Die dunkelgrünen Blätter fielen schmaler als erwartet aus, sahen eher nach Sativa aus. Eng gesetzte Internodien bewirkten ein buschig-kompaktes Wachstum, als The Doc die beiden Pflanzen nach drei Wochen in die Blühphase schickte, waren sie mustergültig gut gewachsen und hatten ein hervorragendes Zweiggerüst für die Blüte gebildet. Zudem zeichneten sie sich durch eine schöne Einheitlichkeit aus, mit Höhen von 30 und 33 cm.

So harzig als ob ein Harzschauer auf sie herniedergegangen wäre

Das Umschalten der Pflanzen auf Blüte erfolgte geschwind, nach etwa einer Woche waren an beiden Exemplaren die ersten weiblichen Vorblüten sichtbar. Sie streckten sich in der Folgezeit so stark, dass sie ihre Höhe deutlich mehr als verdoppelten, der überwiegende Sativa-Charakter von Blue Gelato 41 kam hier sehr stark zum Tragen.

Schon bald lief die Bud-Produktion auf Hochtouren, es formierten sich an allen Zweigen binnen eines Monats dicke junge Blütenknollen, deren Kelche und Blättern bereits von vielen Harzdrüsen gesäumt waren. „Das geht ja mehr als gut los!“, frohlockte The Doc. 

Und es sollte auch mehr als gut weitergehen: Die Buds wuchsen sich in der zweiten Hälfte der Blütephase zu richtig fetten „Kloppern“ aus und harzten gewaltig, „als wenn ein Harzschauer auf sie herniedergegangen wäre“, wie The Doc es beschrieb. Der opulente Harzbelag erstreckte sich bis auf die Blütenblätter, auch größere, mit dem Stängel aus den Buds herausragende Blätter waren weitflächig mit Kristallen eingedeckt.

Solchermaßen dickschichtig mit Trichomen eingezuckert, schwollen die Blüten immer stärker an und wurden schließlich pünktlich nach 68 und 70 Tagen erntereif. Alle Buds hatten stolze Größen erreicht, besonders prächtig waren natürlich die langgezogenen voluminösen Head-Buds. „Wie alle Pflanzen von Barney’s Farm bisher sind auch diesen beiden wahre Schönheiten! Schönheiten, die fast wie Zwillinge aussehen, man könnte sie die zwei geilen Schwestern nennen“, lachte The Doc. 

Buds wie glitzernde Silberstücke: Edelmetall-Klasse!

Die „zwei geilen Schwestern“ waren am Ende bei Höhen von 74 und 77 cm ausgekommen, und obwohl ihre vielen Zweige mit äußerst schwergewichtigen Buds behangen waren, hingen sie nicht herunter, The Doc musste sie nicht stützen – „perfekte pflegeleichte Indoor-Pflanzen!“, lobte er Blue Gelato 41.

Der Geruch entsprach weitgehend der Züchterbeschreibung, es war im Wesentlichen ein wunderbar spritziges Zitrusbouquet, doch statt Erdigkeit mischte sich im Nebenaspekt eine herbe Benzinnote dazu, das Ganze abgerundet mit einem Schuss Fruchtsüße. The Doc geriet darüber in Verzückung: „Eine tolle Mixtur, da könnte ich stundenlang dran riechen!“

Die Trocknung änderte nichts am Grundcharakter des Bouquets der Buds, die in Trockenform wie glitzernde Silberstücke aussahen, und auch ihre Härte fiel in die Kategorie „Edelmetall-Klasse“. Was sich natürlich auch beim Ertrag niederschlagen sollte, fabelhafte 223 Gramm wanderten in The Docs große Vorratsgläser!

The Doc beim Testen ruckzuck angeflasht

„Woaaah!“, entfuhr es dem Alt-Stoner, als er den ersten Zug aus seinem Mighty-Vaporizer eingesogen hatte, denn das köstlich würzig-zitronig schmeckende Blue Gelato 41-Gras kickte augenblicklich – in dem Moment, in dem er die große Dampfwolke ausatmete, fühlte er sich bereits angeflasht! Seine Neuronen sendeten starke Entspannungssignale und machten seinen Kopf leicht wie Watte. Der Körper zog nach zwei weiteren Dampfsäulen nach, seine Gliedmaßen erschlafften angenehm, und nach einer Weile wurde auch sein leicht verspannter Nacken wieder geschmeidig.

Es war ein Gefühl wie nach einem Bad in der heißen Wanne: selige Erleichterung, wohltuende physische und mentale Tiefenentspannung, aber keine schwerfällige Paralyse – The Doc hätte zwar gut aufstehen können aus seinem Sessel, wenn er gewollt oder gemusst hätte, leistete sich aber den Feierabend-Luxus, dort den gesamten Indica-Turn lang zu chillen und mit einem verklärten Lächeln im Gesicht seinen Tagträumen nachzuhängen und Musik zu hören, durchaus amtlich stoned, aber nicht bräsig vernebelt. Erst nach zweieinhalb Stunden war diese Entspannungssession vorbei.

„Die zwei geilen Schwestern haben es mir so richtig besorgt“, grinste The Doc anschließend. „Die besondere Entspannungswirkung ohne ‚geistigen Abschuss‘ ist perfekt zum gepflegten Chillen. Blue Gelato 41 ist den hohen Erwartungen mehr als gerecht geworden und hat sich in allen Kategorien – Anbauperformance, Ertrag, Geruch, Geschmack und Wirkung – als absoluter Volltreffer erwiesen. Die kalifornische Westküste hält wirklich ganz erstaunliche Schätze bereit, und ich werde definitiv noch mehr von ihnen heben!“

Kulturdaten:

Genetik2 x Blueberry x Gelato 41
Wachstumsphasedrei Wochen (nach Keimung)
Blütephase 68 und 70 Tage / allgemein 63 bis 70 Tage
MediumPlagron Grow Mix-Erde, 11-Liter-Töpfe 
pH6,2 bis 6,6 
EC1,2 bis 1,8 mS
Lichtbis zu 12 x SANlight S4W = 1.680 Watt
Temperatur19 bis 28 °C 
Luftfeuchtigkeit40 bis 60 %
Bewässerungmanuell
DüngungOrganic Bloom Liquid von Green Buzz Liquids
Zusätze/StimulanzienLiving Organics, More Roots, Humin Säure Plus, Big Fruits, Fast Buds und Clean Fruits von Green Buzz Liquids
Eingesetzte GeräteCleanLight Pro zur Schimmelprävention
Höhe74 und 77 cm
Ertraginsgesamt 223 g