Wir haben ja schon vielfach über ganz verschiedene Aspekte des Home-Growings berichtet, dabei ging es aber meist um die passende Genetik oder Anbaumethode. Worum es eher selten geht, ist die richtige Luftfeuchtigkeit – dabei entscheidet gerade die Luftfeuchtigkeit wesentlich über die Ausbreitung von Schimmel, Feuchtigkeit liebenden Schädlingen und nicht zuletzt über die Frage, wieviel Wasser die Pflanzen aufnehmen können. Diesem Aspekt eines erfolgreichen Anbaus wollen wir uns einmal ausführlicher widmen.

Beginnen wir ganz allgemein und wissenschaftlich: Die Luftfeuchtigkeit – oft auch kurz nur Luftfeuchte genannt – bezeichnet den Wasserdampf-Anteil am Gasgemisch der Luft. Flüssiges Wasser wie z.B. Regentropfen oder Nebeltröpfchen werden nicht der Luftfeuchtigkeit zugerechnet. Das Besprühen von Pflanzen hat also keinen direkten Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit und erhöht diese auch nicht.

In der Biologie ist die Luftfeuchtigkeit von besonders großer Bedeutung, denn sie bedingt nicht nur das Auftreten von Klimazonen oder bestimmten Ökosystemen, sondern spielt auch bei der Transpiration über die Spaltöffnungen der Blätter und in deren interzellularem Raum (Interzellulare) eine große Rolle (Wasserdampf-Partialdruck). Die Luftfeuchtigkeit ist daher ein wichtiger Parameter für den Wasserhaushalt von Pflanzen, Tieren und Menschen – uns interessieren hier natürlich im Folgenden nur ganz besondere Pflanzen.