Freundschaft und Cannabis haben in der Symbiose in meinem Leben eine große Rolle gespielt. Einen meiner besten Freunde kenne ich nun seit rund 30 Jahren und gemeinsam haben wir auch unsere ersten Cannabiserfahrungen gesammelt. Trotz vieler gemeinsamer Lebensstationen und der gemeinsamen Leidenschaft für Cannabis haben sich unsere Lebensumstände sehr unterschiedlich entwickelt. Im Folgenden habe ich für Euch ein Gespräch mit meinem Freund Damian geführt und möchte Euch an seinem bewegten Leben teilhaben lassen.

Damian war schon immer eher der Klarere und Geschäftstüchtigere von uns beiden. Ich war eher der verträumte und gemütliche Dude. Während ich mich in meinen ersten Jahren vollständig auf den Konsum und den Genuss der damit verbundenen Wirkung konzentrierte, begann Damian bereits früh Geld mit Gras zu verdienen.

Was damit begann, anderen Bekannten mal ein Pack Weed mitzubringen, endete in Damians Fall damit, dass er kiloweise Cannabis über die Grenze brachte und hier verkaufte. Zwischenzeitlich fand ich das auch gar nicht mehr so gut, denn ich machte mir Sorgen, dass er sich so sein Leben verbauen würde. Ich machte ihm und mir nichts vor: Mit ein paar Kilo Gras an der Grenze von den Bullen erwischt zu werden, war kein Kinderspiel. Und mit einem Eintrag in das erweiterte Führungszeugnis können legale berufliche Karrieren ein jähes Ende finden.

Während ich mit der Zeit zum überschaubaren Homegrowing und zum Schreiben darüber fand, beschäftigte sich Damian mit Plantagen und vielen Kilos. Das ist bis heute so. Wir sehen uns in den letzten Jahren nicht mehr ganz so regelmäßig wie früher, aber unsere Verbindung ist ungebrochen und bei der letzten Gelegenheit vor ein paar Wochen ließ er sich endlich darauf ein, von mir interviewt zu werden.