Für meinen allerersten Grow in einer Growbox stellte ich mir eine bunte Mischung aus selbstblühenden Strains von Sensi Seeds zusammen. Natürlich machte ich damals jede Menge Fehler und nicht jede Pflanze nahm das einfach so hin. Northern Lights blieb mir dabei besonders in Erinnerung, weil das Endprodukt letztlich am besten und besonders ertragreich war, zumindest für meine damaligen Maßstäbe. Das war 2013. Heute bin ich auf einem ganz anderen Level unterwegs. Da ich seitdem nie wieder Northern Lights in meiner Box hatte, gestattete ich mir unlängst das Vergnügen erneut darauf zurückzugreifen. Das Resultat war mehr als verblüffend und bewies mir, woran ich sowieso ganz fest glaubte: Das Ergebnis ist immer dann gut, wenn es dir gefällt.

Die Sorte Northern Lights genießt bereits seit langer Zeit ein hohes Ansehen in der Grower-Szene. Eine Besonderheit (neben vielen) ist, dass sie zu den reinsten Indica-Sorten unserer Zeit gehört. Ihre festen, voluminösen und klebrigen Blüten verlangen nicht nach allzu viel Aufmerksamkeit und bis heute wird dieser Indica-Strain als Maßstab für andere Indicas genutzt.

Häufig sind die Ursprünge solch erfolgreicher Strains nicht immer vollständig nachvollziehbar. Was wir aber mit Sicherheit wissen, ist, dass Mitte der 80er Jahre diese Sorte aus Seattle/USA ihren Weg nach Europa, genauer genommen nach Amsterdam, fand. Hier kam Northern Lights bei Neville Schoenmaker in gute Hände und wurde stetig weiterentwickelt. Es kristallisierten sich die Phänotypen #1, #2 und #5 heraus, wobei die ersten beiden häufig für Kreuzungen genutzt wurden, da sie neben einem fantastischen Geschmack auch stets ihre starke Wirkung weitergaben. Northern Lights #5 ist eine Power-Pflanze und kann durchaus als Krönung der Indica-Zucht bezeichnet werden. Da ich mich in letzter Zeit ordentlich an Strains austobte, die einen Gen-Cocktail beinhalten, hatte ich wieder richtig Lust etwas anzubauen, das ganz für sich steht. Und wo hätte ich meinem Wunsch nach Northern Lights besser nachkommen können als bei Sensi Seeds? Ich bestellte mir insgesamt zehn Samen für 72 € und erhielt diese etwa fünf Werktage später.