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Fünf tierisch gute Sorten

In puncto Namensgebung neu gezüchteter Cannabis-Sorten gibt es bei den Samenbanken die verschiedensten Ansätze. Schauen wir mal zurück: Bis in die 1970er-Jahre hinein (als es noch keine professionellen Cannabis-Samenbanken und kein kommerzielles Hanfsamen-Business gab) existierten im züchterischen Sinne noch gar keine Sorten, sondern in den klassischen Cannabis-Anbauländern lediglich regionale Landrassen. Diese wurden meist einfach nach ihrem Aussehen benannt, wie z. B. die kolumbianische Landrasse Punta Roja (Rote Spitze) oder Acapulco Gold.


Die ersten bekannten Sorten im kreuzungstechnischen Sinne (hybridisiert aus der Genetik unterschiedlicher Herkunftsländer) entstanden im Laufe der 1970er-Jahre in Kalifornien durch die Arbeit des dortigen Grower/Breeder-Kollektivs Sacred Seeds. Einige von diesen erhielten abstraktere, von der Herkunft losgelöste Sortennamen wie etwa Original Haze, Skunk #1 oder Early Pearl.


Als in der ersten Hälfte der 80er-Jahre in den Niederlanden verschiedene Samenbanken gegründet wurden und das Züchten von Cannabis-Sorten allmählich zu einem professionellen Geschäft wurde, reflektierten die Namen der meisten Sorten von Samenbanken wie The Seed Bank oder Super Sativa Seed Club immer noch schlicht ihre geografische Herkunft – wie etwa bei Nepali, Pakistani, Hawaiian, Durban oder Khyber Afghani. Doch diese Namen waren Programm, schließlich handelte es sich auch schlichtweg um akklimatisierte Landrassen.


Erst in den 90er-Jahren, als sich die Zahl der Samenbanken stark vermehrte und der Wettbewerb intensiviert wurde, kamen im Laufe der Zeit Fantasie-Sortennamen wie etwa White Widow, Buddha’s Breath, Warlock und Skywalker oder von anderen berühmten Produkten entlehnte Bezeichnungen wie z. B. Bubblegum oder AK-47 in Mode. Mit Jack Herer wurde 1994 erstmals auch ein neuer Strain nach einer berühmten Cannabis-Persönlichkeit benannt.


Es war und ist aber auch naheliegend, Cannabis-Sorten nach Tieren zu benennen, die für unbändige Kraft, Wildheit, Größe oder auch Geruchsintensität stehen. Und so trägt auch die wohl berühmteste und älteste Zuchtsorte der Cannabiswelt den Namen eines Tieres, das für seinen heftigen Geruch (bzw. gar bestialischen Gestank) steht: Skunk #1, das legendäre „Stinktier“ unter den Strains auf diesem Planeten. Natürlich gibt es noch etliche weitere Cannabis-Sorten mit animalischen Namen – Grund genug, sich einmal in diesen „Sorten-Zoo“ zu begeben und einige prominente Beispiele zu besichtigen.