Mit ihrer formidablen Sorte Allkush hatten die Breeder von Paradise Seeds vor einigen Jahren in Sachen Kush bereits eine eindrucksvolle Duftmarke gesetzt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Einen weiteren Geruchs- und Potenzhammer versprachen sie, als sie ihr Kush-Portfolio im Jahre 2016 mit der neuen Sorte Dutch Kush erweiterten, welcher sie sogar „wahre Superkräfte“ attestieren, entstanden aus einer äußerst fruchtbaren Kombination von klassischer Kush– und Holland-Genetik.

Während die Konkurrenz eine neue Kush-Sorte nach der anderen auf den Markt feuerte, nahmen sich die Paradise-Breeder genügend Zeit, um in Ruhe an ihrem Dutch Kush-Projekt zu feilen und die Sorte züchterisch zu perfektionieren. Am Ende dieser intensiven, erfolgreichen Bemühungen stand eine Kush-Sorte (mit 80% Indica-Anteil) wie aus dem Bilderbuch: Mit kurz-kompaktem, buschigem Wachstum und prächtigen, dicht-fetten Buds, die mit einer enormen Harzkruste überzogen sind. Dazu ein heftiges Aroma – Dutch Kush fällt unter die Kategorie „Stinker“ – das beim Konsum in einen vollmundigen, komplexen Genießer-Geschmack übersetzt wird, Paradise Seeds spricht von einer pikanten Mischung aus „erdigem Karamell“ sowie erfrischenden Zitrus- und süßlichen Skunk-Noten. Wirkungstechnisch ist ultimative tiefgehende Indica-Entspannung angesagt, wodurch nicht nur Stoner der Marke „Sofa-Surfer“, sondern auch medizinische Anwender beglückt werden. Allerdings soll Dutch Kush den Konsumenten zunächst auch abheben lassen und die Sinne schärfen, etwas Sativa ist bei dieser Power-Indica also auch mit im Spiel. Die Blütezeit beträgt indoors acht bis neun Wochen, und wenn alles gut läuft, holt ein Grower auf einem Quadratmeter ungefähr ein Pfund Blüten von den Pflanzen herunter. Dank ihres flotten Wachstums und Blühens sowie ihrer kleinen bis mittleren Größe ist Dutch Kush eine einfach anzubauende Sorte und somit auch für Anfänger bestens geeignet. Aufgrund ihres penetranten Duftes sollte man in Innenräumen jedoch unbedingt sichergehen, dass die Aktivkohlefilter voll funktionstüchtig sind. Unter freiem Himmel ist der Geruchsfaktor naturgemäß nicht so problematisch und Dutch Kush fühlt sich hier ebenfalls sehr wohl. Sie liebt zwar besonders die höheren Temperaturen und das reichliche Sonnenlicht warmer Klimazonen, aber ihre recht frühe Outdoor-Reifezeit von Anfang Oktober macht sie auch für Grower in nördlicheren, kälteren Gebieten zu einer interessanten Option. Unter optimalen Bedingungen lassen sich outdoors Erträge von bis zu 500 Gramm pro Pflanze erzielen.

Es war natürlich der ausgewiesene Kush-Experte The Doc, der Dutch Kush mit einem Anbautest auf den grünen Zahn fühlte. Zwei feminisierte Samen setzte er dafür zur Keimung an – und wie der Blitz schossen die Sämlinge bereits nach zwei (!) Tagen aus dem Boden! Danach entwickelte sich genau das, was von Dutch Kush zu erwarten war: Prächtiges buschiges Indica-Wachstum mit großen, breit gefingerten und dunkelgrünen Laubblättern. Dicht an dicht schoben die beiden Pflanzen immer wieder neue Seitentriebpaare heraus, bis sich deren Anzahl nach vier Wochen Wachstum auf 10 bzw. 11 belief – und das bei Höhen von lediglich 29 bzw. 37cm, so dass sie eine ultra-kompakte Erscheinung boten. Zu diesem Zeitpunkt schickte The Doc sie in Blüte. In den ersten vier Wochen streckten sie sich erwartungsgemäß noch erheblich (und verdoppelten dabei ihre Höhe), so dass ihre Struktur offener wurde und den sich hervorragend entwickelnden Buds mehr Licht und Luft zuteil wurde. The Doc berichtete: „Man kann den Pflanzen förmlich dabei zusehen, wie sie Potenz und Blütengewicht aufbauen. Sie haben einen krassen Frühstart bei der Harzbildung hingelegt, schon nach vier Wochen Blüte sehen die Kelche und Blütenblätter aus wie eingezuckert. Solch frühes Harzreichtum ist sehr selten. Wenn es so weiter geht, werden diese Buds am Ende geradezu blind vor Harz sein!

In den folgenden Wochen schlossen sich die Buds, die einzelnen Cluster vereinten sich zu wohlgeformten Tops und wurden immer dichter, harziger und aromatischer. Es kam tatsächlich zu der erwarteten Harzexplosion, die Buds stießen bis in superkristalline White Widow-Dimensionen vor. Und beide Pflanzen hatten sich – wenig verwunderlich – zur wahren Aromabomben entwickelt und rochen dabei sehr ähnlich – eine schwere ölige Süße verströmend, aus der The Doc aber auch einen Schuss Zitrone herausriechen konnte. Die beiden Dutch Kush-Pflanzen passierten sehr pünktlich die Ziellinie, die erste (Endhöhe: 60cm) war nach 57 Tagen Blüte fertig, die zweite (72cm) folgte ihr drei Tage später. The Doc war mit der einheitlichen Performance der beiden Pflanzen sehr zufrieden.

Der Ertrag beider Pflanzen summierte sich auf 187 Gramm, was The Doc angesichts ihrer handlichen Größe, der ziemlich kurzen Blütezeit und einer fantastischen Optik als eine stolze Leistung ansah. In Trockenform verströmten die Buds ein schweres, tiefgründig süß-würziges Bouquet, in welchem The Doc die von Paradise beschriebenen Attribute wiederfinden konnte: Eine karamellige Süße, abgedämpft durch eine erdig-waldige Note und aufgefrischt durch eine leicht zitronige Einspritzung. „Was für eine meisterliche, raffiniert komponierte Aromenkombination, da lacht mein Kush-Herz!“, schwärmte der eingefleischte Indica-Fan, als er eine tiefe Nase aus einem seiner großen Vorratsgläser nahm, bis zum Rand voll mit Dutch Kush-Blüten. Und dann machte er sich flugs daran, sich einen extra-fetten ersten Dutch Kush-Joint zu drehen. Nach dem ersten tiefen Zug legte er, im Sessel sitzend, seinen Kopf in den Nacken und spürte nach einigen Augenblicken, wie das DK-THC in seinem Gehirn andockte und sich in seinen Blutbahnen ausbreitete, was sich zunächst anregend und prickelnd anfühlte. Durch The Docs Kopf schossen viele Gedanken und Ideen, während er munter mit den Füßen wippte und seine Tüte genüsslich weiter rauchte. Doch kaum zehn Minuten später spürte er, wie sich in ihm ein sedierender Head- and Body-Stone aufbaute, der zusehends durchbrach und bald so mächtig wurde, dass seine Gedankenwelt stark heruntergefahren wurde und sein Gehirn stattdessen um die Erfüllung gewisser menschlicher Grundbedürfnisse kreiste – er bekam einen heftigen Fress-Kick und starken Durst.

Nur durch die Antriebskraft dieses starken Verlangens schaffte er es, sich aus dem Sessel zu hieven und in die Küche zu schleppen, wo er nach dem Herunterstürzen eines halben Liters Kokoswasser reichlich Sweets und Snacks auf ein Tablett schaufelte. Als er alles vertilgt hatte, genehmigte er sich einen weiteren Dutch Kush-Joint, diesmal befüllt mit dem DK-Gras der zweiten Pflanze. Nach zwei Zügen war klar, dass dieses ebenfalls keine Kompromisse machen und vom ersten bis zum letzten Wirkungsmoment mit purer Indica-Power ballern würde.

Sein Körper war schon bald bis zu Erschlaffung tiefenentspannt, aber sein Kopf wurde gleichzeitig von einer Art schwebenden Trance ergriffen, und passend dazu lief im Fernsehen eine faszinierende Dokumentation über das Universum, die ihn tief in diese Welt eintauchen ließ, was The Doc als bewusstseinserweiternde, geradezu spacige Sinnesreise empfand. Deutlich über zwei Stunden war er komplett weggetreten, gedanklich in das Universum versenkt und über Galaxien, schwarze Löcher und außerirdisches Leben sinnierend. „Was für eine herrliche Tiefenentspannungserfahrung – solch mächtiges Hypno-Gras in Verbindung mit Sendungen über das Weltall bringt in mir den Philosophen hervor“, zeigte sich The Doc begeistert. Auch der Geschmack von Dutch Kush wurde allerhöchsten Ansprüchen gerecht, eine geballte Ladung köstlicher süß-pikanter Würze wurde mit jedem Zug auf seinen Gaumen losgelassen und hatte eine lange Verweilzeit in seiner Mundhöhle. Doch trotz der intensiven Würzigkeit war der Rauch von milder Textur, angenehm sanft in den Atemwegen.

The Doc stimmte bei seinem Fazit eine Lobeshymne an: „Dutch Kush hat sich – wie von mir erhofft – als genialer zweiter Kush-Streich von Paradise Seeds erwiesen, in allen Kategorien erhält sie von mir Höchstwertungen. Besonders diese spezielle spacige, Trance-artige Wirkung hat es mir angetan, ich freue mich schon auf die nächste sinnliche Universum-Session!“