Haze oder kein Haze? Diese Frage hat sich früher oft gestellt. Wie so viele Hypes, bringt Ehre und Ruhm nicht immer nur positives. Seine Einzigartigkeit und die damit verbundene Nachfrage brachte den Haze-Liebhabern nicht nur Haze ein, sondern sie sorgte auch für eine Weiterentwicklung von Streckmitteln und anderen Formen des Panschens. So hat in den Augen vieler das Haze-Image hart gelitten. Aber Jede(r) hat eine zweite Chance verdient und nichts bringt mehr Klarheit und Durchblick als das, was man selber macht und auswertet. Ich growe, also weiß ich (es) … besser. An alle Haze-Hater da draußen: Ich mochte es auch nicht. Aber hat man die Möglichkeit, sollte man seinen Horizont erweitern.

Ich erinnere mich noch recht gut an meine eigenen ersten Erfahrungen mit Cannabis. Es muss Anfang der 2000er gewesen sein, als ich meine ersten Joints rauchte. Für mich und meine Jungs gab es nur White Widow, weswegen wir auch oft über die Grenze nach Holland düsten, um uns einzudecken. Doch es dauerte nicht lange und der Name Haze war plötzlich in aller Munde. Oft gab es beim Dealer um die Ecke schlechten Standard oder das teurere Haze, was viel zu oft überkrass geballert hat. Für mich war das keine Bekanntschaft, welche länger gehalten hat. Mir war das Zeug nicht geheuer. Starkes Gras war ich gewöhnt, aber nach Abenden mit Haze bin ich allzu oft morgens aufgewacht und fühlte mich leicht verkatert. Als dann die ersten Gerüchte wie „Hazespray“ die Runde machten, war das Thema für mich durch.

Denn was die wenigsten Endkonsumenten über echtes Haze wissen, ist, dass es eigentlich nicht wirklich lukrativ anzubauen ist. Es hat eine im Vergleich sehr lange Blütezeit, die über 100 Tage dauern kann, und der Ertrag ist wesentlich geringer als der von anderen Strains. Von Empfindlichkeiten der Pflanze und Anfälligkeiten für Krankheiten mal gar nicht zu sprechen. Daher lag es eigentlich auch nahe, dass der Schwarzmarkt gepanschte Produkte auf den Markt bringt. So meine Analyse.