Wenn deutsche Grower Bilder und Videos von den riesigen Outdoor-Cannabis-Pflanzen und -anbauflächen in Kalifornien sehen, kommen sie aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Und sind auch etwas neidisch. Neidisch auf die Möglichkeiten, die man als Anbauer in einer legalisierten Cannabis-Landschaft hat, neidisch auf das sonnig-warme, ideale Anbauklima im „Golden State“.

Hierzulande sind die Bedingungen für Grower leider nicht ganz so perfekt – Deutschland verharrt unter der versteinerten Großen Koalition immer noch in der Cannabis-Illegalität, verweigert sich jeglichen Bestrebungen, mit der Zeit zu gehen und das dick angestaubte Cannabis-Verbot endlich in der Mottenkiste zu entsorgen. Und kalt-nasses Klima bereitet Freiluft-Growern hierzulande zur Herbstzeit oft einiges Kopfzerbrechen. Wobei unsere Sommer wegen des Klimawandels wohl immer wärmer, trockener und länger werden dürften. 2018 hat diesbezüglich bereits einen heißen Vorgeschmack geboten…

Dazu kommt erschwerend, dass Deutschlands Kulturlandschaft stark landwirtschaftlich geprägt ist, es gibt nicht wie in Amerika und anderen sehr großen Flächenländern endlose menschenleere Weiten, in denen man sicher vor neugierigen Blicken eine Outdoor-Pflanzung durchführen kann. Zwar hat Deutschland einen hohen Waldanteil, aber in den Wäldern droht Entdeckungsgefahr durch Förster und Spaziergänger, zudem sind die Pflanzen dort vor allem im jungen Stadium durch Wildverbiss gefährdet – Kaninchen, Rehe und andere Wildtiere knabbern gern am Hanf. Dennoch haben Landbewohner beim Freilandanbau natürlich bessere Möglichkeiten als Stadtbewohner. In der Stadt bleibt einem nur der Balkon oder unter Umständen ein von anderen nicht einsehbares Plätzchen im eigenen Garten, aber wo auch immer man in der Stadt an der frischen Luft growt – der Geruch der Pflanzen in der Blütezeit ist aufgrund der dichten Besiedelung fast immer ein gefährliches Problem.

Aber ungeachtet all dieser Widrigkeiten wurde und wird auch in Deutschland draußen gutes Gras angebaut. Wer einige wichtige Dinge beherzigt, kommt auch in unseren Gefilden zum Erfolg. Hier also das kleine Einmaleins des Outdoor-Growings.