Lange ist es her. Zu einem meiner ersten Grows vor Jahren hatte ich mich allein von dem Namen dazu verleiten lassen, einen Bubblegum-Strain zu kultivieren. Damals war mein Ergebnis allerdings weit davon entfernt auch nur ansatzweise nach etwas Süßem, geschweige denn nach dem typischen Bubblegum-Aroma zu duften. Die Erfahrung, die mir damals gefehlt hat, habe ich nun und so besorgte ich mir die Samen von einem Breeder, der bekannt dafür ist, nur das auf den Markt zu bringen, was auch wirklich überzeugt.

Zunächst bin ich etwas verdutzt, als ich mir die Autoflowering-Sorten auf der Homepage von T.H. Seeds aufrufen. Mehrmals lade ich die angezeigte Seite neu, weil man doch davon ausgehen muss, bei nur vier Sorten kein Problem mit seinem Browser zu haben. Alle großen und namhaften Breeder haben in der Regel wesentlich mehr im Autoflower-Angebot.

Da ich bereits Erfahrungen mit anderen feminisierten Strains dieser Seedbank habe und immer voll zufrieden war, verwirrt es mich noch ein Stück mehr. Intuitiv würde ich denken, gute Qualität führt zu entsprechender Quantität. Oder doch nicht?

In solchen Momenten wird mir immer wieder bewusst, wie sehr ich es als Konsument in unserer Wohlstandsgesellschaft gewohnt bin, ein endloses Angebot an Produkten vorgeführt zu bekommen, welches wahrscheinlich allzu oft kaum Unterschiede aufweisen kann: genauso wenig wie die 17 Sorten Erdbeerjoghurt im Kühlregal eines jeden Supermarktes.

Neben Auto Bubblegum findet sich noch Auto Northern Hog, Auto MK-Ultra, und Auto Critical Hog im Sortiment und nach einer intensiven Recherche im Internet muss ich mich zu einer Entscheidung durchringen. Denn alle vier Strains werden im Netz bejubelt und die Berichte dazu machen mir richtig Bock loszulegen. Da ich mit einem alten Bubblegum-Grow sehr unzufrieden bin und diesen Schandfleck aus meiner Grower-Karriere beseitigen will, entscheide ich mich für diese Sorte.