Es gab eine Zeit, in der es fast eine “Mission Impossible” war, indoors unter Kunstlicht Thai-Genetik anzubauen. Weil Thai-Landrassen von Natur aus zur Zwittrigkeit neigen, konnten die frühen Homegrower in den 60er und 70er Jahren mit Pflanzen, die sie aus importiertem Thai-Gras (meistens sog. „Thai-Sticks“) herausgelesen hatten, nur sehr selten Erfolge erzielen. Was die Sache für sie noch schwieriger machte, war die Tatsache, dass diese Landrassen zuvor nicht akklimatisiert, also nicht über mehrere Generationen hinweg an die Indoor-Umgebung gewöhnt worden waren und folglich irritiert auf das Kunstlicht reagierten. Zudem hatten sie eine ewig lange Blütezeit. Doch aus Thailand importiertes Gras war sehr begehrt, denn wenn es von guter oder sehr guter Qualität war, wartete es mit köstlichen Zitrus-Aromen auf und lieferte einen stark anregenden bis elektrisierenden Sativa-Turn. Zwar experimentierten bereits in den 70er Jahren amerikanische Homegrower mit Kreuzungen aus Thai- und z. B. Hindu Kush-Pflanzen, doch erst im Verlauf der 80er Jahre wurden professionell erste Thai-Hybriden wie Thai x Skunk #1 oder Durban Thai Highflyer gezüchtet und auf dem Markt angeboten.

Heute ist die Auswahl an kommerziell erhältlichen Thai-Hybriden ungleich größer. Auch Dinafem hat hier natürlich etwas zu bieten: Blue Thai, eine Sativa-dominante Kreuzung aus Blueberry und Thai Skunk. In dieser äußerst vielversprechenden Kreuzungskonstellation treffen zwei beliebte traditionsreiche Sorten aufeinander. Und natürlich haben es die Dinafem-Züchter geschafft, sie in Blue Thai beide glänzen zu lassen, denn sie haben ihre besten Attribute mit eingebracht: Blueberry verleiht ihr das Potenzial, purpurfarbene bis bläuliche Farben zu erzeugen, was vor allem outdoors durchkommt. Indoors braucht es für die Entstehung dieser Farben einen Unterschied von mindestens zehn Grad zwischen Tages- und Nachttemperatur. Im Aroma der Blue Thai findet sich zudem Blueberrys süßer Beerencharakter wieder, ergänzt um einen Schuss Zitrone, der von Thai Skunk herrührt. Mit von der Partie ist ferner auch eine Note von exotischen Hölzern. Blue Thais Turn eröffnet mit einer anregenden zerebralen Wirkung, die auf das Konto der Thai Skunk geht. Nach einer Weile wird sie jedoch durch einen mentalen und körperlichen Entspannungseffekt abgelöst – hier macht sich wiederum der Blueberry-Einfluss bemerkbar.