Mit Rosen assoziieren die meisten Menschen vieles, aber sicherlich kein Cannabis. Für mich ist Cannabis die Pflanze mit den schönsten Blüten auf der ganzen Welt, wofür die Rose ja sicherlich auch steht. Mit Wild Rose hat Sweet Seeds bereits vor Jahren einen Strain auf den Markt gebracht, der auch Anfängern Erfolgserlebnisse vermittelt und sehr starkes Gras produziert. In den ersten Wochen noch schüchtern und zurückhaltend, spätestens aber mit der Blüte explosiv und schnell wachsend. Den Strain kannte ich bereits seit einigen Jahren, kam aber erst jetzt selber dazu, meine Box mit dieser mehrfach preisgekrönten Sorte zu bestücken.

Meine ersten eigenen Grow-Erfahrungen machte ich erst vor einigen Jahren, aber schon während meines Studiums in Aachen konnte ich bereits viel darüber lernen. Zu dieser Zeit wohnte ich in einer Wohngemeinschaft und hatte insgesamt vier Mitbewohner, welche alle kifften. Der liebe Lennart rauchte Cannabis nicht nur, sondern er baute auch regelmäßig an und versorgte uns somit auch alle mit sehr leckerem und potentem Gras. Bereits in meiner ersten Woche in der WG zeigte er mir das Growzelt in seinem Zimmer und erklärte mir die ganze Technik dahinter. Ich war völlig überwältigt und trotz jahrelangem Konsum hatte ich mir noch nie eine genauere Vorstellung davon gemacht, wie Cannabis eigentlich von Homegrowern angebaut wird.

So blieb es auch nicht aus, dass ich Lennart bei seinen gärtnerischen Tätigkeiten unterstützte oder auch mal seine Urlaubsvertretung übernahm. Häufig ging es nur darum zu gießen und seltener darum, die Beleuchtung von Wachstums- auf Blütephase umzustellen.

Lennart bereitete mich aber auch auf Notfälle vor. Er hatte immer einen Aktivkohlefilter und einen Ersatzlüfter neben seinem Zelt stehen – für den Fall, dass der Lüfter gewechselt werden müsste oder der Lüfter kaputt ging. Bereits damals fand ich es sehr beeindruckend, dass Lennart total viel Wert darauf legte, ein reines und natürliches Endprodukt anzubauen. Er benutzte lediglich organische Dünger und hatte in unserem Innenhof eine Regentonne aufgestellt. Das Regenwasser reichte zwar nicht immer aus, aber Lennart glaubte fest daran, dass es einen Unterschied machte. Und da er einen gut mitreißen konnte, glaubte ich ihm alles, was er mir damals beibrachte.