CBD ist in aller Munde. Und das sowohl im übertragenen also auch wörtlichen Sinne: Alle Welt spricht von CBD bzw. Cannabidiol, und weltweit nehmen es viele Menschen zur Steigerung des Wohlbefindens oder zwecks Krankheitsbehandlung oral ein – ein Trend, der seit Jahren immer stärker wird und dessen Ende noch nicht abzusehen ist.

Dieser Trend spielt sich nicht nur innerhalb der Hanf-Szene oder bestimmter gesellschaftlicher Gruppen ab, nein, er ist universal, geht quer durch die Gesellschaften, alle soziale Schichten, alle Berufe und alle Altersklassen. Junge und ältere Leute nehmen es ein, Omas und Opas nehmen es ein. Hausfrauen (und -männer!), weibliche wie männliche Supermarktkassierer, Kosmetiker, Krankenpfleger und Handwerker konsumieren CBD ebenso wie Manager, Anwälte, Ärzte und Lehrer. Aus medizinischen Gründen, zur Behandlung eines bestimmten Leidens, aber häufig einfach auch nur zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens, zur Stärkung der inneren Balance, zum Zwecke des Stressabbaus oder der Schlafförderung: CBD ist Cannabis in der nebenwirkungsfreien Wellness-Version.

CBD-Produkte gibt es in großer Vielfalt nicht nur im Internet, sie haben auch Einzug gehalten in viele Drogerien. In vielen Städten sind CBD-Shops eröffnet worden, teils in bester Einkaufslage. Ja, CBD zählt mittlerweile fast schon zum Mainstream – und damit auch die Hanfpflanze selbst. Cannabidiol hat sich zum neuen Superstar des Hanfes gemausert, eine Türöffner-Funktion für die Pflanze übernommen und Cannabis endgültig aus der gesellschaftlichen Schmuddel-Ecke geholt. Ein unschätzbar wichtiger und ganz erstaunlicher Beitrag zur Rehabilitierung der Pflanze, zur Wiederherstellung ihres noch im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts in vielen Ländern geltenden gesellschaftlichen Status als gut verträgliche, natürliche Pflanzenmedizin: Zwischen 1880 und 1900 befand sich Cannabis als Volksmedizin auf dem Höhepunkt, in fast allen europäischen Ländern und Amerika hatte sich der Gebrauch von Haschisch-Präparaten zu medizinischen Zwecken eingebürgert (man denke beispielsweise nur an die damalige Bewerbung von Haschisch-Tinktur zur Behandlung von Hühneraugen!). Fast alle Länder nahmen Hanf-Präparate in ihre offiziellen Arzneibücher (die “Pharmakopöe”) auf.