Mit dem Sommer steht auch die beliebteste Zeit für Grower wieder vor der Tür: Die Outdoor-Saison. Zum mittlerweile dritten Mal können deutsche Grower mit grünem Daumen ganz legal bis zu drei Hanfpflanzen auf dem Balkon, der Terrasse, im Gewächshaus oder im eigenen Garten ziehen.
Für uns ist und bleibt der Anbau unter freiem Himmel die schönste Art, Cannabis zu kultivieren. Es ist außerdem auch eine ganz besondere Erfahrung im „Dialog“ mit unserer Lieblingspflanze, denn der Outdoor-Anbau bietet viele schöne Momente bis hin zur verdienten Ernte: das Hegen und Pflegen der Pflanzen, das Wachsen unter blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein – und nicht zuletzt die stille Kommunikation zwischen Grower und Pflanzen, die keine menschlichen Worte erfordert.
In einer Zeit, in der uns politische und soziale Realitäten täglich mit immer neuen Hiobsbotschaften überwältigen, bietet der Balkon oder Garten eine Oase der Ruhe und des Friedens, die sich kaum überschätzen lässt. Wer dort auch seine eigene(n) Pflanze(n) zieht, ist kein passiver Konsument mehr, sondern gewinnt oft tiefe allgemein gültige Einsichten, die anderen eher verschlossen bleiben. Denn wer Cannabis anpflanzt, der lernt schnell, dass man den Rhythmus der Natur nicht beschleunigen oder auch nur optimieren kann. Die Pflanze wächst einfach in ihrem eigenen Tempo – und das muss man auch zulassen können. Dieses Loslassen, dieses Sich-Einlassen kann etwas zutiefst Heilsames und Beruhigendes haben – und das lange bevor auch nur eine einzige Blüte geerntet wird.
Dabei sollten wir nicht vergessen, dass diese Freiheit (so selbstverständlich sie sich inzwischen bereits anfühlen mag) hart erkämpft wurde und noch nicht langfristig gesichert ist. Schließlich versucht unsere aktuelle Bundesregierung, das Hanf-Rad der Geschichte wieder zurückzudrehen. Jede Outdoor-Pflanze ist daher auch in diesem Jahr ein sichtbares Zeichen dafür, dass ein positiver Wandel möglich ist. Dieser Wandel ist aber nicht selbstverständlich – wir müssen auch (immer noch) etwas dafür tun.


