Unter den vielen genetischen Schätzen, die sich im Besitz der spanischen Seed Bank Dinafem befinden, gibt es auch eine Reihe von ungewöhnlichen Strains, die in bestimmter Hinsicht von der Norm abweichen und genau damit zu begeistern wissen. Eine solche Sorte ist Purple Afghan Kush. Die exquisite Elterngenetik, die dieser Sorte zugrunde liegt, stammt aus den USA, es handelt sich um die berühmten Kush-Varianten Purple Kush und Bubba Kush (in der „Pre‘98“-Version, also von vor 1998).

Die Erschaffung von Purple Afghan Kush durch Dinafem ist also das Ergebnis eines genetischen Gipfeltreffens zweier Kush-Giganten. Und die Sortenbeschreibung dieses Strains lässt unschwer erkennen, dass er zu den Lieblingen der Dinafem-Züchter zählt – es ist die Rede von der „attraktivsten und ästhetischsten Cannabispflanze“, die sie je gezüchtet haben. Denn Purple Afghan Kush besticht mit schönen purpur- und lavendelartigen Farbtönen, die sich im Verlaufe der Blüte entwickeln, und das auch bei ganz normalen Indoor-Temperaturen, nicht nur, wenn es besonders kühl ist. Die größte Besonderheit dieser Vollblut-Indicapflanze besteht jedoch in ihrem sehr speziellen Geruch. Kush-Sorten haben normaler Weise ein pikant-würziges Aroma, mit waldigen, erdigen oder öligen Noten. Ganz anders, völlig Kush-untypisch kommt jedoch Purple Afghan Kush daher: Ihre Blüten verströmen einen exotisch fruchtigen Duft, der einen eher an einen Südsee-Traum à la Tahiti oder an Costa Rica denken lässt als an die rauen Gebirgsregionen des Hindu Kush. Das Zauberwort lautet Ananas! Und weil sie nach jener köstlichen Frucht riecht und schmeckt, nennt Dinafem diese Sorte auch „Piña Colada.“ Von der Statur und vom Wachstumsverhalten her entspricht Purple Afghan Kush dann aber wieder ganz der Indica-Norm, es sind dicht-kompakte, flach wachsende Pflanzen von kleinerer Statur mit recht kurzen Seitenzweigen. Wichtig zu wissen ist, dass dieser Strain recht langsam heranwächst, man kann ihm also getrost etwas mehr Wachstumszeit als üblich gönnen. Zu beachten ist auch, dass Purple Afghan Kush-Pflanzen sich in einer Umgebung mit relativ wenig Feuchtigkeit am wohlsten fühlen – ein weiteres besonderes Merkmal dieser Sorte. Dinafem empfiehlt, sie etwas weniger zu gießen, die allgemein übliche Wassermenge um etwa 10% zu reduzieren. Die Pflanzen sind zudem auch besonders gut gegen übermäßige Trockenheit und hohe Temperaturen gewappnet – Kalifornische Grower haben berichtet, dass Purple Afghan Kush eine der Cannabissorten ist, die den extrem trockenen und heißen kalifornischen Sommern der letzten Jahre am besten getrotzt haben. Aufgrund dieser hohen Widerstandskraft preist Dinafem sie auch als Outdoor-Sorte an, die hervorragend für den Anbau in solchen Klimazonen geeignet ist. Sie macht sich aber auch in Gegenden mit gemäßigtem Klima unter natürlichem Licht sehr gut, z. B. als diskret kleine Balkonpflanze, die gegen Ende September bis Anfang Oktober zur Reife gelangt. Indoors beträgt ihre Blütezeit 60 Tage, bei dichter Pflanzweise sind Erträge von bis zu 500g/m2 möglich. Wie man es von einer stark THC-haltigen Kush Indica-Sorte erwartet, steht die Wirkung von Purple Afghan Kush für lang anhaltende mentale und körperliche Tiefenentspannung. Dieser Indica-Stone ist stark, aber nicht bretthart, er schickt den Konsumenten nicht komatös in die Seile. Er kann laut Dinafem eine nachhaltige medizinische Wirkung erzielen, beispielsweise als Therapeutikum bei Muskelverspannungen.