Viele wollen es, aber nur wenige haben die Möglichkeit es zu tun: Cannabis im eigenen Gewächshaus anzubauen. Denn dafür braucht man ein eigenes Grundstück bzw. einen eigenen Garten – und dieser darf von Dritten idealerweise nicht einsehbar sein. Und so können die meisten in einer Zeit, in der Cannabisanbau in Deutschland leider immer noch illegal ist, nur davon träumen, ihre Lieblingspflanzen in einer geschützten Umgebung unter natürlichem Licht anzubauen.

Was ein Jammer ist, denn Gewächshaus-Growing ist für Cannabis eine genial geeignete Anbauweise: Sie vereint die Vorteile vonOutdoor- und Indoorkultur zu einer perfekten pflanzenbaulichen Umgebung, in der die Pflanzen dank der Kraft der Sonne mannshoch oder größer und entsprechend ertragsschwer werden können und trotzdem vor den Widrigkeiten des Wetters – Regen und Sturm – geschützt sind. Der Schutz vor Regen bedeutet, dass die Schimmelgefahr in der Reifephase geringer ist und weniger Harzdrüsen abgewaschen werden, was die Qualität der Buds gegenüber outdoors erhöht, im Prinzip der von Indoorpflanzen in nichts nachsteht. Allerdings muss im Gewächshaus eine sehr gute Belüftung mit viel Luftaustausch gegeben sein, ansonsten steigt das Schimmelrisiko wieder stark an und der Vorteil des Regenschutzes ist zunichte gemacht. Zwar hat der Grower nicht wie indoors die totale Kontrolle über alle Wachstumsfaktoren, kann aber mit entsprechender technischer Ausstattung auch im Gewächshaus auf Vieles gezielt Einfluss nehmen: Verfügt er z.B. über eine Verdunklungsmöglichkeit, kann er zu einem beliebigen Zeitpunkt in der Saison die Blüte einleiten und ist nicht auf die natürliche Blühinduktion durch die kürzer werdenden Tage im Spätsommer/Frühherbst angewiesen. Wenn sich im Gewächshaus eine Heizung mit Thermostat befindet, kann die Temperatur immer in einem optimalen Bereich gehalten werden, vor allem im Herbst, wenn es nachts deutlich kühler wird. Zudem kann durch ausreichende Beheizung die natürliche Saison problemlos bis in den November hinein oder darüber hinaus verlängert werden. Wobei sich dann allerdings wegen des schwachen natürlichen Lichts auch der Einsatz zusätzlicher künstlicher Beleuchtung mit HPS- oder LED-Lampen empfiehlt (was aber natürlich sehr auffällig wäre und eine absolut verschwiegene Lage des Gewächshauses erforderte). Mittels eines Verdunklungssystems oder einer Saisonverlängerung durch Heizung und Zusatzbelichtung wäre es sogar möglich, sehr spät und extrem lang blühende Sativa-Sorten wie z.B. eine reine Haze im Greenhouse anzubauen. Je nach Grad der technischen Ausstattung ist eine Verlängerung der Pflanzenproduktion bis hin zu ganzjähriger Kultur möglich.