Super schnell, ultrapotent und riesige Erträge. In der Regel unterscheiden sich die Angaben zu den unterschiedlichen selbstblühenden Sorten kaum voneinander. Hinzu kommt die reichhaltige Genetik aus allen Ecken unseres Planeten, welche dafür sorgt, dass es eine große Spanne zwischen Wachstum, Blüte, Ertrag, Geschmack und Wirkung innerhalb eines Strains gibt. Mit Fast Bud Auto habe ich das Gegenteil erlebt.

Seit etwas mehr als zwei Jahren growe ich nun und habe mich von Anfang an auf Autoflowering-Strains konzentriert. Für mich sind damit drei ganz klare Vorteile verbunden: Zum einen kann ich die Pflanzen in der Wachstums- und auch Blütephase täglich 18 Stunden belichten, was definitiv einen höheren Ertrag mit sich bringt. Zum anderen kann ich ca. alle 11 Wochen eine ordentliche Ernte einfahren. Außerdem werden Autos nie wirklich groß, was bei einem Zelt mit 1,60m Höhe nicht ganz unbedeutend ist. Meine Grows lagen in der Regel zwischen 70cm und 100cm. Allerdings kam es in letzter Zeit öfters vor, dass einige Pflanzen über 120cm hoch wurden. Addiert man die Topfhöhe von 23cm dazu, muss man kein Mathematikgenie sein, um zu merken, dass hier an der Decke gekratzt wird. Dies bedeutet für mich in erster Linie Stress. Abgesehen davon, dass die Lüfter-AKF-Beleuchtungsordnung im Zelt neu organisiert werden muss, müssen die Pflanzen abgebunden und die LED-Module in einer Schräglage befestigt werden. Alles in allem keine optimalen Bedingungen, worunter natürlich auch die Pflanzen leiden. Das Licht ist viel zu nah – egal was ich mache – und führt zu Verbrennungen auf dem Blattwerk, was sich ganz offensichtlich im Ertrag niederschlägt.

Nun ist es aber so, dass in automatischen Sorten oft so viel Genetik drin steckt, dass es kaum absehbar ist, wie die Pflanzen sich entwickeln. Werden sie zu klein, produzieren sie zwar oft wirklich potentes und lecker-klebriges Gras, aber mit 30 bis 40 Gramm pro Pflanze werde ich nicht glücklich.

Also begann ich zu recherchieren und mich durch die unzähligen Webseites zu arbeiten, welche alle sehr viel versprechen. Aber das kennt man ja. Auf der Homepage von Sweet Seeds wurde ich schließlich fündig. Neben einer reichhaltigen und verlockenden Auswahl an selbstblühenden Strains empfand ich auch die Preise – im Vergleich zu anderen Anbietern – als günstig. Fast Bud Auto stach mir ins Auge und ich fand im Web mehrere Growberichte dazu. Bis zu einer Topfgröße von 9 Litern fand ich keinen Hinweis darauf, dass diese Sorte größer als 1 Meter wird. Die Erträge gefielen mir und in der Regel konnte die in den Berichten beschriebene Ausstattung der Grower nicht mit meiner mithalten.

Fast Bud Auto steht mit ihrer reichhaltigen Genetik anderen Automatics in nichts nach. Neben einer afghanisch-hawaiianischen Indica finden sich noch Spuren von Skunk– und Diesel. Trotzdem war mein Eindruck, dass die Anzahl unterschiedlicher Phänotypen sich in Grenzen hielt. Kurz bevor ich meinen Warenkorb füllen will, bemerke ich, dass es bereits einen Nachfolger gibt: Fast Bud #2 Auto. Trotzdem entscheide ich mich zunächst für den Vorgänger und nehme mir fest vor, die darauffolgende Generation auszuprobieren, sollte mir das Original zusagen.