Cannabisblüten können eine schier unendliche Vielfalt von Gerüchen und Geschmäckern erzeugen, da sie besonders reich an aromagebenden Terpenen sind. Nicht nur, was den absoluten Gehalt angeht, sondern auch die Anzahl unterschiedlicher Terpene – denn die Mischung macht’s: Aus dem Terpenprofil einer Sorte, dem Mix verschiedener Terpene (Cannabispflanzen können weit über hundert verschiedene Terpene produzieren) und deren jeweiliger Konzentration ergibt sich ihr individuelles Aroma. Bei Cannabiskonsumenten stehen generell natürlich besonders süße Blütendüfte und Geschmäcker hoch im Kurs – der Mensch liebt nun mal süße Sachen jeglicher Art. Besonders würzige, erdig-schwere und gleichzeitig süße Aromaprofile sind bei vielen Usern sehr populär, doch bei Cannabisfreunden weltweit allgemein am beliebtesten dürften fruchtig-süße Flavours sein. In der Obstabteilung hat die Cannabispflanze aromatisch auch besonders viel zu bieten: Sie ist in der Lage, mit spezifischen Terpenprofilen auf verblüffende Weise an den Geschmack und noch mehr an den Geruch von z. B. Zitrusfrüchten, Mangos, Erdbeeren, Bananen oder Äpfeln zu erinnern – und darüber hinaus noch an etliche andere Früchte. Klar, es ist und bleibt Cannabis, sodass diese Frucht-Flavours bei entsprechendem Gras und Hasch immer auch etwas Hanfiges an sich haben, aber die individuelle fruchtige Prägung kann erstaunlich signifikant sein.
In besonderem Maße fruchtige Cannabisaromen beruhen phytochemisch zwar auf entsprechenden Terpenprofilen, doch diese sind nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis der Züchtungsbemühungen von talentierten Breedern. Die Welle der kalifornischen West-Coast-Genetiken brachte in den letzten 15 Jahren besonders viele eminent fruchtige Strains mit sich, aber auch davor gab es bereits eine Reihe von bemerkenswerten „Fruchtbomben“ unter den Cannabissorten mancher Samenbanken. Die in den 70er Jahren in Kalifornien gezüchtete California Orange ist die wohl älteste bekannte Fruchtsorte, doch danach erschien in dieser Hinsicht längere Zeit nichts Neues mehr auf der Bildfläche, da die 80er Jahre züchterisch voll und ganz im Zeichen des sogenannten „Amsterdam-Genpools“ standen, wozu Skunk #1, Northern Lights und Haze zählten – drei nicht-fruchtige Strains. Während diese drei Strains auch in den 90er Jahren zusammen mit der ebenfalls nicht besonders fruchtigen White Widow die Cannabis-Züchtungswelt weitgehend dominierten, gab es gegen Ende jenes Jahrzehnts mächtig frischen Genetik-Wind, und der kam wahnsinnig fruchtig daher: 1998 tauchte Original Blueberry in Europa auf, eine herrlich beerige Sorte, die von dem amerikanischen Züchter DJ Short über Jahrzehnte hinweg aus verschiedenen Landrassen gezüchtet worden war und in Kooperation mit der niederländischen Samenbank Dutch Passion nun als Samensorte auf den Markt kam und zu einer echten Legende wurde. Lediglich ein Jahr später sollte der nächste super-fruchtige Paukenschlag folgen: New York City Diesel von Soma Seeds machte 1999 erstmals ihre Aufwartung und faszinierte Cannabiskonsumenten in aller Welt mit ihrem sowohl geruchlich als auch geschmacklich unfassbar intensiven Grapefruit-Aroma. In den Nuller Jahren dieses Jahrtausends folgten weitere fruchtige Sorten-Highlights wie etwa das Ananas-Wunder Pineapple Punch von The Flying Dutchmen, Super Lemon Haze von Greenhouse Seeds oder Lemon Skunk von DNA Genetics. Lemon-Sorten wurden für viele Breeder zu einem beliebten züchterischen Betätigungsfeld, da sie mit ihrem stark zitronigen Flavour nicht nur enorme Fruchtigkeit mit sich brachten, sondern wie echte Zitronen auch eine höchst angenehme aktivierende Frische vermittelten.
Begeben wir uns einmal in den Garten Eden und werfen einen kleinen Blick in den reich gefüllten Cannabissorten-Obstkorb – hier sind fünf super-fruchtige Strains, die (nicht nur) aromatisch zu begeistern wissen.
Lemon Cherry Gelato von Barney’s Farm
Barney’s Farm steht unter anderem für West-Coast-Genetiken auf höchstem Niveau und hat in dieser Kategorie bereits eine Vielzahl von beeindruckend fruchtigen Sorten wie beispielsweise Lemon Tree, Tropicanna Banana oder Mimosa Evo herausgebracht. Einer der neueren Frucht-Streiche dieser Samenbank ist Lemon Cherry Gelato. Es handelt sich um eine Kreuzung aus Sunset Sherbet und Girl Scout Cookies, zwei ikonischen Superstars unter den kalifornischen West-Coast-Strains. Barney’s Farm hat sie in Kooperation mit den Backpack Boyz in den züchterischen Schmelztopf gesteckt, und heraus kam eine neue grandiose 60:40-Indica/Sativa-Edelhybride. Mit sagenhaft hohen 33 % ist diese Sorte ein absoluter THCKracher.
Indoors dauert die Blüte 60 bis 65 Tage und endet mit 90 bis 110 cm hohen Pflanzen, die mit großzügigen Erträgen von bis zu 600 g/m2 amtlich abliefern. Lemon Cherry Gelato wartet mit einer für West-Coast-Sorten obligatorischen mega-frostigen Trichombeschichtung auf, und ihr verführerischer Blütenduft packt fruchtige Zitrus- und Kirschnoten in eine süße Hülle, was sich geschmacklich auf die gleiche köstliche Weise darstellt. Bei einem solch extrem hohen THC-Gehalt ist die Wirkung selbstredend von gewaltiger Intensität und doch wunderbar ausgewogen – der Konsument erlebt gleichzeitig geistige Stimulation mit einem erhebenden, euphorisierenden Gefühl und wohltuende körperliche Entspannung.
The Doc testete diese vielversprechende Neuerscheinung mit zwei Pflanzen, an denen sich früh knubbelig-dicke Blütencluster bildeten, die sich im Laufe des Blühprozesses zu fetten, knollenartigen Buds entwickelten, die The Doc mit ihren kugelig aussehenden großen Blütenkelchen an Popcorn erinnerten – Karamell-Popcorn mit einem üppig kandierten, harzig-glänzenden Überzug. Denn die Lemon-Cherry-Gelato-Blüten waren am Ende heftig mit Trichomen eingezuckert; die zahlreichen langen, massiven Buds sahen wie steil aufragende, silbrig leuchtende Säulen aus. Ihr süßes Bouquet war wie beschrieben mega-fruchtig, wobei der Akzent auf Kirsche lag – ein Schuss zitroniger Säure verlieh ihnen dazu noch eine angenehme Frische. Nach pünktlichen 64 und 66 Tagen Blüte war das Spektakel vorbei; die Endhöhen lagen mit 97 und 103 cm nah beieinander. Äußerst üppige 284 g bildhübscher harzverkrusteter Cannabisblüten sprangen für ihn bei diesem Grow heraus. Der Geschmack erwies sich als „pures Gaumenglück“ – The Doc konnte sowohl Kirsche als auch Zitrone aus dem süßen, weichen Vaporizer-Dampf herausschmecken. Sein Stimmungsbarometer ging beim Konsum steil nach oben, eine Welle der Euphorie überflutete sein Hirn. So groß die mentale Gelöstheit war, so klar und fokussiert blieb gleichzeitig jedoch sein Mindset. Körperlich verspürte er nach vier Zügen aus seinem Vaporizer alsbald auch ein tief entspanntes, wohliges Hängematten-Gefühl und zeigte sich nach dem Konsumtest schwer begeistert: „Das war weit über zwei Stunden hinweg Wellness deluxe!“
Bad Apple von Sensi Seeds & Aficionado French Connection
Nachdem er erstmals einige Strains aus dem „Breeding Grounds“-Programm von Sensi Seeds mit großer Begeisterung getestet hatte, war The Doc geradezu gierig auf weitere Genetiken von diesem Label. Da war Bad Apple (die Frucht einer Zusammenarbeit von Sensi Seeds und Aficionado French Connection) für ihn ein echt heißer Kandidat, der kurz nach seinem Erscheinen auf dem Samenmarkt in seinem Growraum mit zwei Testpflanzen an den Start ging. Die zu 70 % Indica-lastige Bad Apple wurde aus den Aficionado-Sorten Apple Soda und Vanilla Berry Pie gezüchtet. Doch Sensi Seeds ist hier genetisch ebenfalls mit im Spiel, denn Apple Soda ist eine Dreiwege-Kreuzung aus dem Sensi-Klassiker Black Domina sowie einer kolumbianischen und einer thailändischen Landrasse. Bad Apple-Pflanzen weisen eine Indica-geprägte Struktur auf, sind dank des Sativa-Anteils aber streckungsfreudig genug, um in der Blütephase eine gute Luftzirkulation und Lichtdurchdringung zu ermöglichen. Indoors werden die Pflanzen in der Regel 80 bis 110 cm hoch. In der 60- bis 65-tägigen Blütephase produzieren sie zwischen 350 und 425 g Blüten pro Quadratmeter. Die Buds trumpfen mit gewaltiger Harzigkeit auf und verströmen einen spektakulären Duft, der eine spritzige, an Apfel-Cider erinnernde Fruchtnote mit einer benzinartigen Würze und lieblicher Süße verbindet – ein sehr speziell komponiertes Aroma, das sich auch im Geschmack widerspiegelt. Der Genuss von Bad Apple löst zu Anfang eine Welle anregender Euphorie aus, die konzentrations- und motivationssteigernd wirken kann. Allmählich gerät der Konsument jedoch in ruhigeres Fahrwasser, denn dieses Up-High geht nach einiger Zeit in ein angenehmes Stoned-Gefühl über, das Geist und Körper erfasst und tief entspannt – Ruhe und Gelassenheit halten Einzug und lassen den Konsumenten mental schön ausbalanciert, glücklich und zufrieden zurück.
Die zwei von The Doc angebauten Bad Apple-Testpflanzen konnten seine hochgesteckten Erwartungen mühelos erfüllen. War ihre Statur nach der dreiwöchigen Wachstumsphase noch sehr dicht und kompakt, öffnete sie sich mit Einsetzen der Blüte und erreichte eine ideale Indoor-Form – umfangreich und stabil verzweigt, immer noch buschig, aber wie von Sensi Seeds beschrieben in gutem Maße licht- und luftdurchlässig. Unterhalb eines oben deutlich herausragenden, klobigen Head Buds bildete sich ein voluminöses Plateau aus fetten Side-Tops. Die Blüten waren mit einem hohen Blüten/Blätter-Verhältnis ausgestattet und am Ende schwer harzfrostig; Bad Apple hatte im Laufe der Blüte eine wahre Trichomflut freigesetzt.
Die Laub- und Blütenblätter waren teilweise purple geworden, was die Attraktivität der Blütenstände noch weiter erhöhte. Der gebündelt intensive Geruch der Buds erwies sich als so charismatisch und fesselnd, wie es die Sortenbeschreibung versprochen hatte: The Docs Nase wurde von genau jener besonderen Kombination aus vollreif-apfelartiger Süße und einer leicht würzigen Benzinnote als Unterton erfüllt. Er staunte auch über das fixe Tempo, das beide Pflanzen an den Tag legten – mit 60 und 62 Tagen waren sie gleich zu Anfang des angegebenen Erntezeitfensters erntereif.
Die Endhöhen beliefen sich auf 93 und 98 cm. Nach der Trocknung konnte The Doc als Gesamtergebnis beider Pflanzen satte 269 g einstreichen und ergötzte sich an den dicken, weißlichen Trichomkrusten, mit denen die Bad Apple-Buds bedeckt waren – und ebenso an dem, wie er sagte, „süchtig machenden“ Blütenduft von reifen, sonnenverwöhnten Äpfeln und erdiggasiger Würze, der so heftig intensiv war, dass allein schon dieser Umstand bei ihm für eine wohlige, leichte Benommenheit zu sorgen schien. In seinem Mund sorgte dieser mächtige Flavour beim Konsumtest dann auch für eine außergewöhnliche Vollmundigkeit mit deutlich überdurchschnittlich langer Verweilzeit auf dem Gaumen: „Bad Apple schöpft wahrlich aus einem reichen Aromatopf. Diese extravagante Apfelnote ist ein echtes Faszinosum – ihre süßlich-spritzige Fruchtigkeit wird geschmacklich mit einer Prise pikanter, erdiger Würzigkeit verfeinert, was für besondere aromatische Raffinesse und Tiefe sorgt: einfach nur grandios!“
Gleichfalls grandios war die Wirkung dieses sensationellen Strains: The Doc ritt nach drei Zügen aus seinem Vaporizer herrlich beschwingt auf einer Woge der Euphorie, die ihn länger als erwartet (ungefähr eine Stunde lang) trug, bevor er sanft „strandete“ und in einen äußerst wohltuenden, tief gechillten Entspannungsmodus umschaltete, der ihm nochmals fast anderthalb Stunden lang eine Zen-artige seelische Ruhe und Balance bescherte.
Apricot Candy von Paradise Seeds
Für die Erschaffung von Apricot Candy hatte Paradise-Züchter Luc Krol seinerzeit seinen großen holländischen Cannabis-Drachen Dutch Dragon von der Leine gelassen, auf dass er sich über die schwer angesagte West-Coast-Sorte Girl Scout Cookies (in Form des berühmten Phänotyps Thin Mint Cookies) hermachen konnte – eine spannende Kreuzungskonstellation, denn Dutch Dragon ist eine der Ur-Sorten von Paradise Seeds. Sie gehörte 1994 zum Sortiment der ersten Stunde, und seitdem genießt dieser 75%ige Sativa-Klassiker ungebrochene „monstermäßige“ Popularität.
Das Motto war also „Old School meets New School“ – Altbewährtes trifft auf Neues. Der daraus entstandene, stark verharzende Sprössling Apricot Candy ist eine zu 75 % Sativa-dominante Sorte mit einer Blütezeit von 60 bis 65 Tagen und einem stattlichen THC-Gehalt von ca. 22 %; ihre gute Ertragsleistung beläuft sich auf 450 bis 500 g/m2. Der immens fruchtig-süße Blütenduft lässt den Grower an Aprikosen, Feigen und Äpfel denken. Apricot Candy-Konsum sorgt zunächst für einen starken Energieschub, ein erhebendes, energetisierendes High mit klarem Kopf, das nach einiger Zeit in einen entspannten Körper- und Geisteszustand übergeht.
Schon früh in der Blütephase war für The Doc erkennbar, dass die Buds seiner zwei Testpflanzen eine rundlich-fette Gestalt annehmen würden. Während sich die Zweige dynamisch in die Höhe schraubten, ploppten überall knubbelige Blütenbüschel auf und entwickelten sich in der Folgezeit zu fleischigen, dicklichen Buds. Nicht lange, und die Harzproduktion erreichte eine Vehemenz, die The Doc sehr beeindruckte. Gegen Ende der sechsten Blütewoche berichtete er: „Es ist, als wenn jemand die Schleusen geöffnet hätte! Bei beiden Pflanzen quillt das Harz in rauen Mengen hervor und überzieht die gesamten Blüten mit massiven Trichomschichten.“
Die beiden Head-Buds setzten sich steil nach oben ab und wurden weiter unten von 10 bzw. 12 ebenso exzellent gebauten Side-Tops umringt. Äußerst angetan war er auch vom Geruch dieser Paradise-Sorte, denn sie brachte eine sehr komplexe, vielschichtige Duftnote zum Ausdruck – eine fast schon lieblich süße Fruchtigkeit, die tatsächlich an einen bunt gemischten Fruchtkorb voller Aprikosen, Feigen und Äpfel erinnerte, traf auf einen würzig-nadelholzigen Unterton. In den letzten drei Blütewochen griffen die beiden Pflanzen in den Farbtopf und statteten ihre Blütenkelche und Blütenblätter mit rötlichen, dunkelvioletten bis bläulichen Farbtönen aus, was die Attraktivität der Blütenstände noch weiter erhöhte. Nach ziemlich genau neun Wochen (62 und 64 Tagen) war die Blüteshow vorbei. Beim Wiegen der getrockneten Ernte stellte sich heraus, dass The Doc mal wieder eine Sorte in den 100er-Club aufnehmen konnte, denn beide Pflanzen hatten diese Ertragsmarke geknackt: 103 und 113 g schlugen zu Buche.
Die getrockneten Buds sahen mit ihrem wie schockgefrostet aussehendem Kristall-Look wie beste kalifornische West-Coast-Ware aus – und rochen unverändert intensiv nach einem mit verschiedenen Gewürzen angereicherten süßen Frucht-Potpourri. „Nach der Trocknung hat die fruchtig-süße Seite von Apricot Candy wirklich etwas von getrockneten Aprikosen. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Flavour auf dem Gaumen darstellen wird“, schwelgte The Doc. Die erste große Dampfwolke, die beim Konsumtest in seinen Mund einschwebte, brachte die sofortige Gewissheit, dass der Apricot Candy-Geschmack genauso delikat wie der Geruch ist: herzhaft süß-fruchtig, wie ein Gewürzkuchen mit hohem Fruchtanteil – ein echter Gaumenschmaus. The Doc verspürte einen starken Anflug von beflügelnder Euphorie, als wenn ihn der gewaltige Atem des Cookie-Drachens erfasst hätte und mentalen Rückenwind gespendet hätte. Der wunderbar belebender Sativa-Kick hielt ca. eine halbe Stunde an; dann flachte die Energiekurve langsam ab, und The Doc (gleichwohl immer noch in sonniger Gemütsverfassung) begann die chillige Seite von Apricot Candy zu erleben – nun überkam ihn ein gemütliches, komplett entspanntes Körpergefühl. Zeit, sich auf die Couch zu begeben; im Kopf ein angenehmes, nicht zu starkes Stoned-Gefühl.
Banana Candy Krush von T.H.Seeds
Banana Candy Krush war der erste Sorten-Release von T.H.Seeds im Rahmen der „Bastards Line“-Kooperation mit dem amerikanischen Züchter Shiloh Massive. Das genetische Rückgrat dieses zu 65 % Sativa-dominanten Strains bilden Banana Cake und Banana OG – genetisch ist er also im positiven Sinne „voll Banane“! Und sein cremig-süßer Geruch und Geschmack ist dementsprechend auch voller Banane und hat dazu etwas Gebäckartiges an sich. Acht bis neun Blütewochen benötigen die Pflanzen, um stolze Blütenerträge von 550 bis 650 g/m2 zu generieren. Sie legen ein ziemlich stark ausgeprägtes Wachstumstemperament an den Tag und strecken sich in der Blüte tüchtig, weswegen T.H.Seeds zum Beschneiden und/oder Herunterbinden rät, wenn im Growraum nicht besonders viel Platz ist. Banana Candy Krush-Buds geraten dicht und hart, sie tropfen förmlich vor Harz und leuchten in intensiv grünen Farben. Trotz des überwiegenden Sativa-Anteils liefert diese bananige Sorte ungewöhnlicherweise einen Turn, der dem Konsumenten tiefgreifende Entspannung schenkt – mit Banana Candy Krush kommt man nach einem harten Tag definitiv sehr gut runter. Und bleibt dann womöglich gleich unten, denn bei höherer Dosierung kann die intensive Tiefenentspannung auch in einem Couchlock-Effekt münden. Medizinisch ist sie z. B. sehr wirksam gegen muskuläre Schmerzen und Schlafprobleme sowie allgemein Verspannungen (sowohl körperlicher als auch geistiger Art).
The Doc kam vor einiger Zeit in den Genuss einer Banana Candy Krush-Pflanze, als er einen Samen dieser Sorte kultivierte, den er von einem befreundeten Grower erhalten hatte. Diese Pflanze entwickelte sich genau so, wie The Doc es anhand der Sortenbeschreibung erwartet hatte – mit dynamischem, Sativa-geprägtem Wachstum und starker, die Pflanzenhöhe verdreifachender Streckung während der ersten Blütewochen. Trotzdem gerieten die vielen Zweige sehr stabil und boten ein ausgezeichnetes Gerüst für die Entstehung einer Unmenge von festen, kompakten, grünen Buds, die zur Reifezeit (nach exakt neun Wochen war sie fertig) opulent mit prachtvoll glitzernden, silbrig-weißen Trichombelägen überzogen waren. Und sie rochen wahrhaftig unverkennbar nach reifen Bananen! Was für The Doc ein neuartiges, zuvor noch nicht erlebtes Cannabis-Fruchtaroma war und ihn deswegen auch besonders freute und faszinierte.
Da sein Growraum in der Höhe großzügig bemessen ist, hatte er seiner Banana Candy Krush freien Lauf gelassen und sie nicht mit Pflanzenerziehungsmaßnahmen absichtlich flach gehalten, sodass sie gegen Ende der Kultur bei einer Höhe von 127 cm angekommen war (bei einer Wachstumsphase von nur dreieinhalb Wochen). Nach erfolgter Trocknung war der unverändert intensive Bananenduft mit einer gebäckartigen Note unterlegt, was The Doc an einen Bananenkuchen erinnerte. Dies war beim Konsumtest dann auch geschmacklich der Fall: Der weich und cremig anmutende Dampf aus seinem Vaporizer transportierte einen vollmundig-süßen, bananigen Flavour auf seinen Gaumen, der auf köstliche Weise einmal mehr demonstrierte, warum T.H.Seeds diesen Strain so genannt hat. Wirkungsmäßig erwies sich Banana Candy Krush (wie beschrieben) als perfekter „Runterkommer“, gar als schneller Augenschließer, denn The Doc war nach einem langen, arbeitsreichen Tag abends kräftemäßig ziemlich angezählt, und die hochpotente, sedierende Wirkung des Grases tat das Ihrige dazu – er fiel vor dem Fernseher schnell in den Schlaf und wachte erst nach mehreren Stunden wieder auf. Woraufhin er zwei weitere Züge inhalierte, bevor er sich ins Bett begab und tief und selig wie ein Baby einschlief.
Sweet Lemon AK von Zamnesia
Zamnesia hat der beliebten, klassischen AK-Genetik einen eigenen Twist verpasst: Mit Sweet Lemon AK wurde die Zitronisierung dieses Pflanzenstamms vollzogen. Es ist ein mit 60 % leicht Sativa-dominanter Strain, der mit all den herausragenden Eigenschaften des AK-Originals aufwartet. In erster Linie ist hier natürlich die berühmte Instant-Wirkung zu nennen: Trotz eines nicht extrem hohen THC-Wertes von ca. 18 % ist auch Sweet Lemon AK in der Lage, den Konsumenten im Handumdrehen (womöglich schon nach einem Zug) ihre höchst angenehme und intensiv berauschende Wirkung spüren zu lassen. Sie sorgt für gechillte Entspannung und ein sonniges Gemüt. Im Growraum benötigt sie überschaubare acht bis neun Wochen, um die Blütenreife zu erreichen. Die Pflanzen zeichnen sich durch fehlerverzeihende Robustheit aus und sind somit anfängerfreundlich. Der Ertrag pro Quadratmeter beläuft sich im Allgemeinen auf 350 bis 500 g. Das Aroma dieses Strains ist im Kern Skunk-artig; darüber legen sich erdige und zitronige Obertöne und sorgen für einen komplexen Flavour, der ein ebenso frisches wie pikantes Geschmackserlebnis aufweist.
The Doc machte mit seinen drei Sweet Lemon AK-Pflanzen allerbeste Erfahrungen. Die Buds pumpten sich durchweg zu gewaltiger Größe auf, wie er berichtete: „Diese mehr als stattliche Blütengröße ist im Verhältnis zur Pflanzengröße fast schon überproportioniert! Meine drei Sweet Lemon AKs haben lange, massive Head-Buds gebildet, deren Form man trefflich mit dem Wort ‚Balken‘ beschreiben kann. An den Seitentrieben prangen gleichfalls großformatige, super-dicke Side-Buds – die Pflanzen sind schwerstens mit Blüten beladen. Die Buds punkten aber nicht nur mit ihrer Größe, sie sind zudem auch schön verharzt und sehen aus wie mit dichtem, frostigem Raureif überzogen.“
Zwei der drei Pflanzen rochen viel stärker nach Zitrone, als The Doc erwartet hatte; ihre Buds muteten an wie Zitronen-Blüten in Balkenform, ausgestattet mit einem süßlichen Lemon-Flavour, der ihn an Zitronenlimonade denken ließ. Am Ende notierte er sehr uniforme, kurz-kompakte Pflanzenhöhen von 59, 62 und 65 cm. Alle drei Pflanzen wurden pünktlich fertig: Bei zweien dauerte es 62 Tage und bei der dritten geringfügig mehr, nämlich 65 Tage. Die großformatigen Bud-Dimensionen schlugen sich einige Zeit später dann auch bei den Ertragszahlen nieder – The Docs Waage zeigte 104, 111 und 114 g an, was er beeindruckend fand: „Dass diese Pflanzen mit einer vergleichsweise geringen Höhe dreistellige Erträge abgeliefert haben, ist sehr beachtlich und eine grandiose Leistung!“
Auch das Trockenaroma der Buds versetzte ihn in Entzücken: „Die Buds des Lemon-Phänos riechen frappierend wie diese Calcium-Brausetabletten mit Zitronenaroma, die ich mal eine Zeit lang gekauft hatte – das ist echt der Hammer! Die würzigen Töne sind jetzt noch deutlich subtiler als zuvor.“
Beim ersten Konsumtest sollten The Docs zitronige Sinnesfreuden eine eindrucksvolle Fortsetzung finden: „Es war fast so, als wenn man sich über eine heiße Tasse Zitronentee mit Honig stellt und den Dampf einatmet. Dieser Flavour ist sowas von zitronig und megafresh, aber auch schön süßlich im Mund und hat dazu noch eine ganz feine Prise milder Würze – ein Geschmack zum Verlieben!“
Es brauchte lediglich zwei Züge, bis The Doc den ersten Effekt registrierte: Sweet Lemon AK begann, eine Welle beschwingter Leichtigkeit durch seinen Kopf zu senden; er wurde schlagartig geistig munter, und seine Stimmung wechselte von introvertiert zu extrovertiert, was ihn auf die Idee brachte, mit einem Freund in den USA zu skypen und ihm von der tollen Sweet Lemon AK-Wirkung zu berichten – gesagt, getan. „Sweet Lemon AK ist ein echter Gute-Laune-Booster!“, meinte The Doc hinterher hellauf begeistert, „Und das fast zwei Stunden lang. Körperlich aktiviert es einen hingegen nicht – auf dieser Ebene ist eher angenehme Entspannung angesagt.“


