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Tutti Frutti – Fünf besonders fruchtige Sorten

Cannabisblüten können eine schier unendliche Vielfalt von Gerüchen und Geschmäckern erzeugen, da sie besonders reich an aromagebenden Terpenen sind. Nicht nur, was den absoluten Gehalt angeht, sondern auch die Anzahl unterschiedlicher Terpene – denn die Mischung macht’s: Aus dem Terpenprofil einer Sorte, dem Mix verschiedener Terpene (Cannabispflanzen können weit über hundert verschiedene Terpene produzieren) und deren jeweiliger Konzentration ergibt sich ihr individuelles Aroma.

Bei Cannabiskonsumenten stehen generell natürlich besonders süße Blütendüfte und Geschmäcker hoch im Kurs – der Mensch liebt nun mal süße Sachen jeglicher Art. Besonders würzige, erdig-schwere und gleichzeitig süße Aromaprofile sind bei vielen Usern sehr populär, doch bei Cannabisfreunden weltweit allgemein am beliebtesten dürften fruchtig-süße Flavours sein. In der Obstabteilung hat die Cannabispflanze aromatisch auch besonders viel zu bieten: Sie ist in der Lage, mit spezifischen Terpenprofilen auf verblüffende Weise an den Geschmack und noch mehr an den Geruch von z. B. Zitrusfrüchten, Mangos, Erdbeeren, Bananen oder Äpfeln zu erinnern – und darüber hinaus noch an etliche andere Früchte. Klar, es ist und bleibt Cannabis, sodass diese Frucht-Flavours bei entsprechendem Gras und Hasch immer auch etwas Hanfiges an sich haben, aber die individuelle fruchtige Prägung kann erstaunlich signifikant sein.

In besonderem Maße fruchtige Cannabisaromen beruhen phytochemisch zwar auf entsprechenden Terpenprofilen, doch diese sind nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis der Züchtungsbemühungen von talentierten Breedern. Die Welle der kalifornischen West-Coast-Genetiken brachte in den letzten 15 Jahren besonders viele eminent fruchtige Strains mit sich, aber auch davor gab es bereits eine Reihe von bemerkenswerten „Fruchtbomben“ unter den Cannabissorten mancher Samenbanken. Die in den 70er Jahren in Kalifornien gezüchtete California Orange ist die wohl älteste bekannte Fruchtsorte, doch danach erschien in dieser Hinsicht längere Zeit nichts Neues mehr auf der Bildfläche, da die 80er Jahre züchterisch voll und ganz im Zeichen des sogenannten „Amsterdam-Genpools“ standen, wozu Skunk #1, Northern Lights und Haze zählten – drei nicht-fruchtige Strains. Während diese drei Strains auch in den 90er Jahren zusammen mit der ebenfalls nicht besonders fruchtigen White Widow die Cannabis-Züchtungswelt weitgehend dominierten, gab es gegen Ende jenes Jahrzehnts mächtig frischen Genetik-Wind, und der kam wahnsinnig fruchtig daher: 1998 tauchte Original Blueberry in Europa auf, eine herrlich beerige Sorte, die von dem amerikanischen Züchter DJ Short über Jahrzehnte hinweg aus verschiedenen Landrassen gezüchtet worden war und in Kooperation mit der niederländischen Samenbank Dutch Passion nun als Samensorte auf den Markt kam und zu einer echten Legende wurde. Lediglich ein Jahr später sollte der nächste super-fruchtige Paukenschlag folgen: New York City Diesel von Soma Seeds machte 1999 erstmals ihre Aufwartung und faszinierte Cannabiskonsumenten in aller Welt mit ihrem sowohl geruchlich als auch geschmacklich unfassbar intensiven Grapefruit-Aroma. In den Nuller Jahren dieses Jahrtausends folgten weitere fruchtige Sorten-Highlights wie etwa das Ananas-Wunder Pineapple Punch von The Flying Dutchmen, Super Lemon Haze von Greenhouse Seeds oder Lemon Skunk von DNA Genetics. Lemon-Sorten wurden für viele Breeder zu einem beliebten züchterischen Betätigungsfeld, da sie mit ihrem stark zitronigen Flavour nicht nur enorme Fruchtigkeit mit sich brachten, sondern wie echte Zitronen auch eine höchst angenehme aktivierende Frische vermittelten.

Begeben wir uns einmal in den Garten Eden und werfen einen kleinen Blick in den reich gefüllten Cannabissorten-Obstkorb – hier sind fünf super-fruchtige Strains, die (nicht nur) aromatisch zu begeistern wissen.