Das muss man sich mal vorstellen: Schulkinder gehen auf die Straße und streiken. Und schon geht es los: “Die wollen doch nur schwänzen, und überhaupt: Klimawandel? Was soll denn das überhaupt sein? Ich kenn das nur als Wechseljahre meiner Frau.” Das Klima hat sich schon immer gewandelt, hört man die Skeptiker sagen. Also alles ganz normal und prima mit dem Klima?

Gut, jetzt gibt es eine Reihe von Wissenschaftlern, die sagen: “Na ja, aber die letzten vier Jahre waren schon die mit Abstand heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen, und das hat es so noch nicht gegeben.”

Worauf es dann noch mal andere Leute gibt, die sagen: “Jo mei, des stimmt scho’, des is’ scho extrem des Wetter. Aber, dass des von Menschen gemacht is’, das is’ es, was noch nicht erwiesen ist.

Die Krüppelkiefer, die wegen meinem SUV abgestorben ist, die sollen se’ mir erst mal auf meine Motorhaube legen.”

Und da muss man natürlich sagen, da ist was dran. Dass die Menschheit Abgase produziert, in einem Ausmaß, wie es die Welt noch nie gesehen hat, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und „Dixikloxid“, dass allein der millionenfache Bedarf an Produkten aus der Rinderhaltung zu tierischen Rülps- und Flatulenz-Ausstößen führt, deren Methangehalt ebenfalls Höchstwerte erreicht – das sind Erkenntnisse, die aber selbstverständlich noch keinen Rückschluss auf den Klimawandel zulassen. Und es soll ja auch Leute geben, die ihre Kinder bei laufendem Motor in der Garage spielen lassen.

Ja und, wo ist da das Problem? Immer noch besser, als wenn sie die Schule schwänzen, um gegen einen Klimawandel zu demonstrieren, den es ja vielleicht so überhaupt gar nicht gibt. Und überhaupt, wenn es heißt, ich soll nicht mehr mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen, weil das Kerosin die Erderwärmung forciert, dann sage ich: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Erst, wenn wir in Deutschland Mittelmeerklima haben, lohnt es sich doch, zu Hause zu bleiben.