Heim(lich)gärtner sind keine Verbrecher!

 

So sollte es zumindest sein, doch leider werden wegen der bestehenden Gesetzeslage Hanffreunde mit grünem Daumen nach wie vor verfolgt und bestraft, wenn sie beim Anbau ihrer Lieblingspflanze erwischt werden. Gerade jetzt (am Ende der heißen Tage und kurz vor der Ernte) bangen viele Grower um die rauchbaren Früchte ihrer klandestinen (Garten-)Arbeit. Neben den Hütern des Gesetzes stellen auch wilde Tiere und skrupellose Diebe eine akute Gefahr für im Freien versteckte Outdoor-Pflanzen und -Plantagen dar. Dazu kommen die nass-kalten Wetterbedingungen, die der Herbst in unseren Regionen mit sich bringt…

Widrige Umstände und reale Gefahren werden die Guerrilla-Grower aber auch in dieser Saison nicht davon abgehalten haben, mit dem Spaten und einer handvoll Samen in den Wald, auf ein Feld oder in den eigenen Garten zu ziehen, um hier die Hanf-Sorten ihrer Wahl anzupflanzen und so mit dafür zu sorgen, dass der wertvolle Genpool der unvergleichlichen Heil- und Nutzpflanze Hanf auf natürliche Weise bewahrt und vermehrt wird. Denn durch den jahrzehntelang andauernden “War on Drugs” sind leider schon viel zu viele einzigartige Cannabis-Sorten unwiderruflich verloren gegangen und vernichtet worden (wie der Artikel “Verschollene Sortenschätze” zeigt).

Events wie die Mary Jane oder die Hanfparade belegen immerhin, dass man (zumindest in Berlin) inzwischen wieder ganz ungestört in der Öffentlichkeit was rauchen kann, ohne dass die Polizei dagegen irgendetwas unternimmt. Und so können wir nur hoffen, dass diese behördliche Toleranz bald auch auf die Gruppe der Heim(lich)gärtner überspringt und diese in der Praxis nicht weiter verfolgt und kriminalisiert werden. Von Seiten der Politik ist in absehbarer Zeit hier eher nichts zu erwarten – aber vielleicht vollziehen sich die Änderungen ja (wie so oft) von unten…

In diesem Sinne wünschen wir allen tapferen Ganja-Farmern einen erfolgreichen Ausklang der diesjährigen Outdoor-Saison mit hohen Erträgen und vielen wunderschönen Blüten!