In der Hanf-Szene gibt es viele Menschen, die sich überdurchschnittlich für Cannabis als Rohstoff, Medizin oder Genussmittel einsetzten – aber diese Menschen sind zumeist männlich. Daher freuten wir uns über die Anfrage der Berliner Künstlerinnen Mary (28) und Jane (34) a.k.a. Electra und MissHQ, die seit knapp einem Jahr regelmäßig den Podcast “DuMaryIchJane” rund um die so universell nutzbare Hanfpflanze produzieren und sich den Lesern der THCENE einmal vorstellen wollten. Und da wir die meisten Interviews tatsächlich mit Männern führen, sprachen wir gerne mit den beiden jungen Frauen über unser aller Lieblingspflanze.

Wie alt wart ihr, als ihr eure ersten Konsumerfahrungen mit Cannabis gemacht habt?

Mary: Da war ich ungefähr 14 – und das hatte natürlich auch etwas mit jugendlichem Leichtsinn zu tun. Dabei bin ich dann auch ein-zwei Mal regelrecht zusammengeklappt, weshalb ich dann erst mit 16 den nächsten Versuch gestartet habe – und dabei hat mir die Wirkung von Cannabis dann doch zugesagt.

Wie kam es zu diesem erneuten Versuch?

Mary: Durch meine Mutter, die in solchen Sachen sehr offen ist. Sie sagte mir, dass ich – wenn ich mal irgendetwas ausprobieren will – das am besten im sicheren Umfeld meines Zuhauses machen solle, sie würde dann schon auf mich aufpassen. Eines Abends kam ich dann nach Hause und gestand ihr, dass ich ganz gerne mal eine rauchen möchte. Daraufhin gab sie mir eine Roth-Händle ohne Filter, denn sie dachte, ich meine eine Zigarette – also wollte sie mich damit erstmal ordentlich abschrecken. Nee, nee, Mama – ich meine eine Tüte, nicht eine Zigarette, erklärte ich ihr, und auch das war für sie kein Problem. Also rauchte ich einen Joint und bekam kurz darauf den Lach-Flash meines Lebens – als plötzlich mein Bruder reinkam, wurde er von mir ausgelacht und wusste gar nicht, wie ihm geschieht. Aber für mich war das die erste durchweg positive Erfahrung, die ich mit Cannabis verbinde.