Wissen-ist-Anbaumacht-Teil-2-01

Wissen ist (Anbau-)Macht – Indoor-Growing für Anfänger, Teil 2

In der letzten Ausgabe wurden bereits die Grundlagen des Indoor-Anbaus geschildert und welches Equipment man als Anfänger benötigt. In diesem zweiten Teil geht es nun um eine geeignete Sortenauswahl und den praktischen Ablauf des Heimanbaus.

Ein eminent wichtiger Aspekt beim Indoor-Growing ist natürlich die Sortenauswahl. Gerade als Anfänger ist man gut beraten, eine Sorte von einer seriösen Samenbank mit viel Erfahrung und vorzüglicher Reputation zu kaufen, die bekannt dafür ist, besonders einheitliche, homogen wachsende und blühende Sorten zu züchten. Denn wenn sich die ersten Pflanzen, die man als „Grow-Jungfrau“ anbaut, beim Anbau in etwa gleich verhalten (also ungefähr gleich schnell, groß und hoch wachsen und auf die Anbaubedingungen ähnlich reagieren), macht das die Sache natürlich einfacher. Dank jahrzehntelanger Erfahrung als Cannabissorten-Journalist kann ich Anfängern an dieser Stelle die alteingesessenen niederländischen Samenbanken Serious Seeds und T.H. Seeds (beide Firmen gibt es schon seit ungefähr 30 Jahren) besonders ans Herz legen. In den Sortimenten dieser beiden Top-Adressen gibt es anfängerfreundliche, sehr stabile Sorten, die unkompliziert anzubauen sind und keine allzu lange Blütezeit haben.

Man muss wissen, dass die Potenz bzw. der maximal mögliche THC-Gehalt einer Sorte in erster Linie von der Genetik abhängt. Wie natürlich überhaupt alle Eigenschaften einer Pflanze grundsätzlich in ihren Genen angelegt sind. Durch gute gärtnerische Praxis kann man mit großartigen Sorten auch Großartiges erreichen – wenn man den Pflanzen optimale Anbaubedingungen bietet, können sie ihr Potenzial in Sachen Potenz, Aroma und Ertrag voll ausschöpfen. Mit mittelmäßigen Genetiken kann man aber (auch bei guter Kulturführung) nur mittelmäßige Ergebnisse erreichen. Deswegen ist es so wichtig, qualitativ hochwertige Sorten auszuwählen – und sich zunächst auch nur auf eine einzige Sorte zu beschränken. Diese sollte feminisiert sein, also ausschließlich weibliche Pflanzen hervorbringen, denn allein diese erzeugen die begehrten THC-reichen Blütenstände (die auch als „Gras“ oder“Marihuana“ bekannt sind). Um dies mit hoher Quantität und Qualität tun zu können, dürfen sie jedoch nicht mit männlichem Pollen bestäubt werden, sie müssen samenlos bleiben. „Sinsemilla-Kultur“ ist hier das Stichwort.