Die 2003 auf dem Markt erschienene Amnesia Haze von Soma Seeds ist eine der bekanntesten und beliebtesten Haze-Sorten weltweit und ein absoluter Coffeeshop-Klassiker, wobei sie streng genommen keine echte, auf Original Haze zurückgehende Haze-Hybride ist.
Der Züchter Soma hat seine Sorte Amnesia Haze so genannt, weil er bei ihrer Erschaffung ein Haze-Züchtungsschema befolgt hat, also mehrere exotische Sativa-Sorten miteinander verschmolz. Und das auf sehr komplexe Weise – die genetische Formel dieses Strains lautet (Thai x Kambodscha x Laos) x Jamaican Sativa x (Afghani x Hawaiian).
Amnesia Haze hat ein Sativa/Indica-Prozentverhältnis von 70:30 und benötigt bis zur Reife eine Blütezeit von 10 bis 13 Wochen. Es gibt einen höher und einen flacher wachsenden Phänotyp, aber beide bringen stark Sativa-lastige Buds hervor, die mit sehr üppigen Harzmengen aufwarten und trotz ihrer Sativa-Natur kompakt gebaut sind.

Amnesia Haze ist auch sehr potent, es wurden Werte von bis zu 22 % THC gemessen. Das Sativa-High ist dementsprechend stark, Soma sagt über die Wirkung: „Es lässt dich alles, was du machst oder machen willst, vergessen, darum habe ich die Sorte Amnesia Haze genannt.“
Über den Konsumenten legt sich also ein Schleier süßen Vergessens, euphorische Sorglosigkeit überkommt ihn, er bleibt dabei aber mobil und munter genug, um zum Beispiel auf einer Party abzufeiern.
Amnesia Haze gewann im Jahre 2004 sowohl den 420 IC Growers Cup als auch den High Times Cannabis Cup (eingereicht von Barney’s Breakfast Bar), was ihre Karriere auf dem Samenmarkt sehr beschleunigte. Acht Jahre später, beim High Times Cannabis Cup 2012, gelang ihr dann ein bemerkenswertes Champion-Comeback, als sie in der Sativa-Kategorie triumphierte.
Mr. Power-Planter baute einmal ein Dreier-Päckchen feminisierter Amnesia Haze-Samen an, zusammen mit einer anderen Sorte unter einer 400 Watt HPS-Lampe. Er ließ sie nur zwei Wochen vegetativ heranwachsen, doch die Streckung während der Blütephase war stark genug, um sie bei finalen Höhen von 73 bis 85 cm ankommen zu lassen.
Die drei Pflanzen wuchsen und blühten sehr homogen, es gab keine zwei Phänos. Sie reizten die Blütephase voll aus und trugen nach 13 Wochen Blüte voluminöse Buds, die ein äußerst hohes Blüten/Blätter-Verhältnis an den Tag legten und mit großzügigen Trichombelägen glänzten.
Der Blütengeruch war intensiv süß-würzig, mit einem sandelholzartigen Haze-Grundaroma, aber mehr Süße als bei einer reinen Haze.
Die Ertragszahlen lagen bei 56, 64 und 71 g trockener Buds, was für die damalige Zeit (vor der LED-Ära) sehr zufriedenstellend war.
Als Mr. Power-Planter seine Amnesia Haze testrauchte, erlebte er persönlich diesen wattig-weichen Brainwash-Effekt, er vergaß die Welt um sich herum und genoss ein gut zweistündiges unbeschwertes Time-Out, das ihn tiefenentspannt und bestens gelaunt zurückließ.
Der Geschmack der Amnesia Haze war gleichfalls hervorragend, sehr organisch und mild im Rauch, aber dennoch mit einer guten Portion süßlich-würzigen Flavours.



