Diese 2010 auf den Markt gekommene Haze-Sorte befindet sich mittlerweile zwar leider nicht mehr im Sortiment von Dutch Passion, soll hier aber trotzdem portraitiert werden, in der Hoffnung, dass sie eines Tages zurückkehren wird. Denn Dutch Haze war ein züchterisches Meisterwerk, das sich mit den Haze-Sortenikonen von Nevil Schoenmakers durchaus messen konnte. Wie auch Neville’s Haze wies sie einen sehr hohen Sativa-, also Haze-Anteil von 90 % auf, brauchte bis zur Reife erstaunlicherweise aber nur neun bis elf Wochen Blütezeit.
2010 kommentierte Dutch Passion den neuen Sorten-Release so: „Unsere Dutch Passion-Kunden haben sich schon immer nach einer fast reinen Haze-Sorte gesehnt, die eine verkürzte Blütezeit mit respektablen Erträgen kombiniert. Auf der Suche nach dieser besonderen Haze haben wir über lange Jahre hinweg Hunderte von Haze-Pflanzen aus den USA und der Niederlande getestet. Dann, im Jahre 2009, gab es den entscheidenden Durchbruch! Das Ergebnis heißt Dutch Haze, diese Sorte ist mit einer kurzen Blütezeit von neun bis elf Wochen ausgestattet, was angesichts ihres klassischen Up-Highs und echten Haze-Feelings fast unglaublich ist.“
Auch das chronische Haze-Höhenproblem haben die Dutch Passion-Züchter in den Griff bekommen, die Pflanzen wurden lediglich 80 bis 120 cm hoch, was für eine fast reine Haze ungewöhnlich flachwachsend war. Hohe Erträge, viel Harz, ein authentischer Oldschool Haze-Geruch und -Geschmack sowie ein klassisches elektrisierendes Haze-High machten das superbe Sortenprofil von Dutch Haze aus.
The Doc stürzte sich direkt im Erscheinungsjahr von Dutch Haze auf diesen Strain. Er säte vier feminisierte Samen aus, und sie keimten alle rasend schnell, innerhalb von nur zwei Tagen. In der ersten Woche wurden die Sämlinge unter zwei 125 Watt starken CFL-Leuchten (6400 K) angezogen. Dann stellte sie The Doc zusammen mit vier anderen Pflanzen unter zwei HPS-Lampen mit jeweils 600 Watt.
Das Wachstum entwickelte sich sehr lebhaft und homogen, die Pflanzen bildeten frühzeitig eine sehr ausgeprägte Seitenverzweigung aus und blieben in den ersten Wochen kompakt. Zweieinhalb Wochen nach der Keimung leitete The Doc bei Höhen von 35 bis 40 cm die Blüte ein.
Die Streckung während der ersten Blütewochen fiel erwartungsgemäß stark aus und ließ drei der Pflanzen auf 100 bis 120 cm hochschnellen, die vierte hob sich mit 145 cm nochmal deutlich davon ab – ein höhenmäßiger Ausreißer.
In den letzten Blütewochen wurden die Buds der Dutch Haze-Pflanzen groß und fest, warteten zudem mit einem hohen Blüten/Blätter-Verhältnis und opulenter Harzigkeit auf. Eine Pflanze schoss beim Harz den Vogel ab, sie sah aus wie eingezuckert, selbst an den Stängeln der oberen Laubblätter befanden sich viele Harzdrüsen.
Die Blüten von drei der Pflanzen verströmten einen stark ausgeprägten Haze-lastigen Geruch, der jedoch auch eine ganz leichte fruchtig-süße Subnote aufwies, während von der vierten, der mit Abstand höchsten Pflanze, ein 100 % authentischer purer Haze-Duft ausging.
Bereits nach rasant schnellen 62 Blütetagen konnte The Doc zwei der Pflanzen ernten und eine Woche später dann auch die beiden anderen – Dutch Passions Versprechen einer kurzen Blütephase wurde voll und ganz eingelöst.
Zusammen brachten die vier Pflanzen 350 g auf die Waage, was für The Doc seinerzeit ein fantastisches Ergebnis war. Auch das Rauchen der Dutch Haze-Buds sollte sich anschließend für ihn als Freudenfest erweisen. Er berichtete: „Dutch Haze liefert mächtige Haze-Power vom Allerfeinsten, ein stark kickendes und langwährendes Hallo-Wach-High ergriff Besitz von mir, und ich kam in den Genuss eines köstlichen edelwürzigen Haze-Geschmacks. So viel Haze-Qualität und -Quantität in so kurzer Blütezeit – man kann Dutch Passion zu dieser umwerfend gut gelungenen Haze-Züchtungsarbeit nur gratulieren!“

Übermorgen geht’s weiter mit der Sorte Neville’s Haze.


