Auch diese klassische Haze-Kreuzung von Sensi Seeds ist ein absolutes Muss für dieses Sorten-Mehrteiler. Genau wie auch NL#5 x Haze hat Silver Haze die Cannabis-Sortenwelt nachhaltig mit Haze-Magie verzaubert, erst unter dem Label von The Seed Bank (dort firmierte sie noch als Silver Pearl x Haze) und später unter dem von Sensi Seeds – es handelt sich im Ursprung also ebenfalls um ein genetisches Meisterwerk von Nevil Schoenmakers. Für welches er seine Silver Pearl-Sorte (Early Pearl x Skunk #1 x Northern Lights #5) mit Original Haze hybridisiert hatte, was zu einer grandiosen Haze-Kreuzung mit etwas höherem Sativa-Anteil als bei NL#5 x Haze führte.
Die Preisrichter beim High Times Cannabis Cup 1989 begeisterten sich so sehr für diesen Strain (der zu jener Zeit noch rein technisch mit seinen genetischen Bestandteilen bezeichnet wurde), dass sie ihn zum Sieger in der Mostly Sativa-Kategorie kürten. Kein Wunder, denn „ein paar Züge reichen aus, damit sich Körper und Geist auf einen pulsierenden Höhenflug begeben“, wie Sensi Seeds den euphorisierenden Sativa-Flash von Silver Haze beschreibt.
Aufgrund des etwas höheren Sativa-Gehalts wächst Silver Haze noch höher als NL#5 x Haze, weswegen man die Pflanzen sehr früh in Blüte schicken sollte. Laut Sensi Seeds können Sämlinge, die bereits bei Höhen von 10 cm in die Blütephase geschickt werden, bei Endhöhen von einem Meter auskommen – Silver Haze ist also in der Lage, gleichzeitig dynamisch zu wachsen und zu blühen.
In der Blütephase bildet sie innerhalb von 65 bis 80 Tagen langgezogene Buds, die mit reichlichen Harzmengen überzogen sind und im Wesentlichen den charismatischen Haze-Duft verströmen, jedoch mit mehr Süße als bei der Original Haze. Was beim Konsum nach einem primär erdig-würzigen Flavour mit Kiefer- und Holznoten für einen süßlichen Nachgeschmack sorgt.
Die Tatsache, dass auch Silver Haze immer noch Bestandteil des umfangreichen Sortiments von Sensi Seeds ist, macht deutlich, welch große Fan-Gemeinde sich heute noch an diesem famosen Sorten-Evergreen erfreut.
In den frühen Tagen meines Grow-Hobbys hatte ich einmal zwei aus regulärem Saatgut gezogene weibliche Silver Haze-Pflanzen. Sie gerieten hoch aufgeschossen, hatten viele Zweige mit langen, filigran aus einer Vielzahl kleiner Kelche zusammengesetzten kerzenartigen Blütenständen, die schön harzig waren und sehr deutlich nach Haze rochen.
An den genauen Ertrag kann ich mich nicht erinnern, ich weiß aber noch, dass ich ihn damals als sehr lohnenswert empfand. Und dass der Flavour bitter-süß und dennoch wunderbar mild war, mit Sandelholz-artigen Untertönen. Auch der stark euphorisierende und aufputschende (fast schon trippige) Sativa-Turn von langer Dauer ist mir unvergessen geblieben, es war in der Tat ein „pulsierender Höhenflug“.

Übermorgen geht’s weiter mit der Sorte Dutch Haze.


