Lebensgefahr-(02)

Ja, seid ihr noch zu retten?! – Über lebensgefährliche, kuriose und vermeintliche Rauschmittel

Wer sich mit den zahlreichen psychoaktiven Pflanzen, Pilzen, Tieren und sonstigen Rauschmitteln befasst, der wird früher oder später auch immer wieder auf kuriose Anwendungen stoßen, die entweder innerhalb der Szene der Drogengebraucher oder vom desinformierten Mainstream, zuweilen gar von den prohibitionistischen Drogengegnern verbreitet werden. Manches vermeintliche Rauschmittel birgt dabei lebensgefährliche Risiken, ohne aber in Wirklichkeit eine psychoaktive Wirkung herbeiführen zu können. Und manche vermeintlichen psychoaktiven Pflanzen erscheinen seit Jahr und Tag in den diversen Buchwerken über „legale Drogen‟, ohne dass jemals jemand einen Rausch mit ihnen hätte provozieren können. Zeit, die schlimmsten, dümmsten und gefährlichsten Anwendungen in einer Übersicht zu besprechen – und zu entlarven. Im Rahmen meiner Arbeit als Drogenforscher erhalte ich wöchentlich, zuweilen täglich Zuschriften von Lesern meiner Bücher und Zuschauern meiner Youtube-Formate der Drug Education Agency (DEA), in denen mir von allerhand wahnwitzigen Anwendungen bzw. Anwendungsversuchen mit den unterschiedlichsten Rauschmitteln berichtet wird. Mancher Experimentator setzt, um einen wie auch immer gearteten Rausch herbeizuführen, sein Leben aufs Spiel – häufig, ohne dies zu wissen. Dass man nicht alle dümmlichen Praktiken, die in den verschiedenen Internetforen und uninformierten Büchern zum Besten gegeben werden, nachahmen sollte, scheint dabei nicht jedem klar zu sein. Deshalb schauen wir uns nun einige risikobehaftete „Rauschmittel‟ an, deren Konsum so gar nichts mit genusskompetentem und vernünftigem Gebrauch zu tun hat, sondern allenfalls auf die Intensivstation oder direkt auf den Friedhof führen kann.