Kommentierte Basisbibliografie für den ernsthaften psychonautischen Lebensweg

Immer wieder werde ich im Rahmen meiner Arbeit als Drogenforscher gefragt, wie man am besten mit dem ernsthaften Lebensweg der Psychonautik sowie der Erforschung und Beschäftigung mit psychedelischen bzw. psychoaktiven Substanzen und Bewusstseinszuständen beginnt. Als erstes steht natürlich das Interesse an holotropen Erfahrungen und daraus folgend die Erkenntnis, dass die Beschäftigung mit veränderten Zuständen des Bewusstseins für die menschliche Spezies einen Schlüssel darstellt. Einen Schlüssel nämlich, der uns aus der globalen Misere helfen kann, in die uns die Gier, Verblendung und die geisteskranken Auswüchse des Kapitalismus gebracht haben. Die Einsicht, dass Drogen nicht verboten sind, um die Volksgesundheit zu schützen, sondern um das destruktive Gebaren der vermeintlichen Machthaber aufrechtzuhalten, ergibt sich meistens ganz von selbst, wenn man sich als Teil der psychedelischen Kultur etabliert.

Wie also beginnt man am besten mit dem ernsthaften psychonautischen Lebensweg? Meine Antwort auf diese oder ähnliche Fragen ist stets dieselbe. Das Fundament eines psychedelischen Way of Life ist in meinen Augen der Aufbau einer entsprechenden Bibliothek, in der man Antworten auf allfällige Fragen findet, mit der man seine Argumentation kontra die Prohibition begründen kann und die die wissenschaftlichen und kulturellen Erkenntnisse rund um die Psychoaktiva kollektiviert und konserviert.

In dieser einführenden Arbeit schauen wir uns eine grundlegende Auswahl an wichtiger psychedelischer und psychonautischer Literatur an, die den Grundstock für jede ernstzunehmende Drogenbibliothek bilden kann. Selbstverständlich ist es nicht möglich, alle wichtigen Werke der Psychedelik in einem solchen Rahmen zu präsentieren – selbst ein eigenes Buch würde nur im Ansatz genügen, alle suffizienten Arbeiten zu diesem weitschweifenden und interdisziplinären Thema zusammenzutragen und zu präsentieren.