Liegt die eingenommene Dosis höher als die persönliche Toleranz, haben wir es bekanntlich mit einer sogenannten Überdosis zu tun. Ein Phänomen, das im Kontext von Cannabis zwar nicht zum Tode führt, dennoch mit einer Vielzahl unangenehmer Symptome behaftet sein kann. Am häufigsten werden Gedankenverkettungen, Halluzinationen, Herzrasen, Koordinationsstörungen, Kreislaufprobleme, Paranoia, starkes Schwitzen, Taubheitsgefühle bis hin zu Erbrechen beschrieben. Umso wichtiger, dass ein adäquates Safer-Use-Management auch im Umgang mit Cannabis praktiziert wird. Denn welcher Konsument hat schon Lust darauf, dass es ihm nach dem Konsum eines psychoaktiven Hanfproduktes schlechter geht als vorher? Das ist ganz sicherlich Niemandes Absicht.

Manchmal kursiert unter Pflanzenfreunden die Ansicht, dass natürliche Heilmittel auf Pflanzenbasis, im Gegensatz zu synthetisch erzeugten Pharmaka, über keinerlei Nebenwirkungen verfügen und eine Überdosis mit ihnen nahezu ausgeschlossen ist. Natürlich handelt es sich hierbei um eine Fehlannahme; es sei denn, sie meinen die sogenannten Homöopathika, bei denen die pharmakologischen Prinzipien nur noch in Spuren bzw. als „Information“ vorliegen. Schließlich können auch pflanzliche Wirkstoffe, wenn sie in zu hoher Menge zugeführt werden, ein äußerst unangenehmes Nebenwirkungsspektrum herbeiführen. Wer also glaubt, dass die Einnahme von Pflanzen generell unbedenklich ist, befindet sich auf einem gefährlichen Irrweg. Selbst solche Pflanzen, die gemeinhin als verhältnismäßig ungefährlich eingestuft werden, nehmen wir exemplarisch den Hanf oder den Baldrian, können infolge einer überdosierten oder anderweitig unsachgemäßen Anwendung durchaus unangenehm sein und bisweilen sogar exakt das Gegenteil von dem bewirken, was man mit ihrer Einnahme eigentlich beabsichtigt hatte.