In aller Regel erklären Suchtmediziner, dass „Drogen“ die Menschen krank machen. Wenn sie nicht in die körperliche Abhängigkeit oder durch Überdosierungen in die Klinik führen, dann lösen sie zumindest – so der allgemeine Tenor – psychische Erkrankungen und Symptome aus. Diese Sicht ist sehr einseitig – die Definition dieser „Drogen“ stets schwammig und immer über einen Kamm scherend. Diese einseitige Sicht, die aus ideologischen Gründen die Psychoaktiva undifferenziert in einen Topf wirft (was purer Wahnsinn ist), unterschlägt, dass Therapeuten und Ärzte in der Lage sind, mit solchen „Drogen“ die Psyche von schwer erkrankten Menschen zu heilen. Wir beschäftigen uns im Folgenden mit den Psychedelika und Entaktogenen, die, bezogen auf ihre Pharmakologie und Phänomenologie, ganz eigene Familien innerhalb der psychoaktiven Substanzen ausmachen, die weder Sucht noch Abhängigkeit erzeugen und bei sachgemäßer Anwendung den Körper nicht behelligen und eben auch zur Heilung oder Linderung bzw. Verbesserung zahlreicher psychischer Krankheiten und Leiden verwendet werden können.