Wenn die Festival-Saison beginnt, wird sich der ein oder andere fragen, wer eigentlich für all die Drogenkonsumenten vor Ort da ist, die betreut und informiert werden wollen, ohne dabei einer Bewertung ausgesetzt zu sein. Hier findet ihr dazu sehr hilfreiche und umfassende Informationen von dem Verein „ REMEDY BERLYN“. Oberster Grundsatz der Vereinsarbeit ist dabei die Akzeptanz gegenüber den individuellen Entscheidungen der Ratsuchenden. „REMEDY BERLYN“ engagiert sich auch außerhalb von Festivals für die Entkriminalisierung von psychoaktiven Substanzen und fördert Künstler. Und ihr könnt mitmachen!

Wie hat alles angefangen mit dem Verein?

Der Verein wurde 2013 in der Schererstrasse Berlin in einem Hausprojekt von Leuten aus der Elektromusik und Partyszene gegründet. Eine der Mitbegründerinnen war vorher schon jahrelang bei den „Drug Scouts“ in Leipzig tätig, wo sie sogar für ihre Arbeit ausgezeichnet wurde. Mit neun anderen Interessierten wurde dann eine Satzung formuliert, geschrieben und der Verein Remedy Berlyn nach normalen, gesetzlichen Vereinsvorschriften gegründet. Der geringe Mitgliedsbeitrag von 50 Cent bis 1 Euro wird sich auch in Zukunft nicht erhöhen. Bereits im ersten Gründungsjahr waren sie auf der Hanfparade vertreten und ihre Arbeit spricht sich zum Glück immer mehr herum, gerade auch in Zeiten, in denen Drogenaufklärung zu einem politischen Thema geworden ist. Der Name Remedy Berlyn soll das “Für und Wider” des Themas spiegeln, zu dem auch die Untertitel “Abhilfe” “Gegenmittel” “Rechtsbehelf” “Balsam” u.a. passen. Die festen Mitglieder sind z.B. Sozialpädagogen, drogenpolitisch Interessierte, erfahrene und selbstreflektierende Drogenkonsumenten, Leute aus dem Hausprojekt, die dort auch Veranstaltungen mit organisieren, und Handwerker, die gebraucht werden, um ihren neuen, mit Flyern angefüllten Infostand herzustellen, oder um auch die exklusiven Musikboxen für ihre Veranstaltungen nach ihren Vorstellungen und Qualitätsansprüchen selbst zu bauen.