Als der Cannabis-Aktivist Dennis Peron Anfang dieses Jahres 72-jährig verstarb, verneigte sich die gesamte Cannabis-Welt vor ihm. Denn Peron war der politische Pionier von medizinischem Cannabis schlechthin, er legte vor fast drei Jahrzehnten den Grundstein für den momentanen weltweiten Siegeszug des Medizinalhanfes, indem er erfolgreich dafür kämpfte, dass die Stadt San Francisco 1991 eine Verordnung („Proposition P“) erließ, die den Gebrauch von medizinischem Marihuana erlaubte. Noch im selben Jahr war er Mitbegründer des San Francisco Cannabis Buyers Club, der ersten öffentlichen Verteilungsstelle für Medizinalhanf. Einige Jahre später war er dann federführend an der Erstellung der berühmten California Proposition 215 beteiligt, mit der medizinisches Cannabis im gesamten Bundesstaat Kalifornien per Volksabstimmung legalisiert wurde – der Auftakt zu einer langen Reihe von weiteren US-Bundesstaaten, welche die Droge zu medizinischen Zwecken legalisierten, bis heute sind es 29 von 50.

„Ein Mann, der die Welt veränderte“, sagt Jeffrey Peron zu Recht über seinen verstorbenen Bruder. Denn Dennis Peron verhalf mit seinem großen Engagement und Mut nicht nur medizinischem Cannabis zur Legalität, sondern bereitete damit auch den Weg für die allgemeine Legalisierung der Droge in bisher neun US-Bundesstaaten. Was wiederum auch andere Nationen wie Uruguay und Kanada zu dem revolutionären Schritt veranlasste, Cannabis als Freizeitdroge zu legalisieren. Weitere Länder werden folgen, und in ein paar Jahren dürfte Cannabis in den USA auch auf Bundesebene und damit im gesamten Land legalisiert werden, was fast schon eine zwingende Folge der rasanten, unaufhaltsam erscheinenden Entwicklung pro Cannabis in Nordamerika in den letzten Jahren wäre. Und wenn die USA als Nation Cannabis freigäben, würde wohl die gesamte Welt nachziehen, denn schon immer richteten die Länder dieser Welt ihre Drogenpolitik im Wesentlichen nach den USA.