Die bei Freunden von Magic Mushrooms beliebten sogenannten „Zaubertrüffel“, auch Magic Truffles, „Philosopher’s Stones“ und Steine der Weisen genannt, sind in Wirklichkeit gar keine Trüffel, sondern Sklerotien von Psilocybin-haltigen Pilzen. Sklerotien sind unterirdisch wachsende Myzelverdickungen, die genauso Teil des Pilzes sind, wie die oberirdisch erscheinenden Fruchtkörper. Dabei enthält das Sklerotium eines Pilzes dieselben Inhaltsstoffe, die auch im Fruchtkörper vorkommen. So sind die so genannten Magic Truffles, die Zaubertrüffel, vollwertige Träger der entheogenen Moleküle Psilocybin, Psilocin und Baeocystin/Norbaeocystin.

Nicht alle Spezies der Gattung Psilocybe bilden Sklerotien aus. Zuerst wurde diese Eigenart bei Psilocybe mexicana entdeckt. Auch Psilocybe tampanensis und Psilocybe atlantis haben die Angewohnheit, Sklerotien auszubilden. Zaubertrüffel werden dann jedoch in aller Regel nicht mit ihrem Gattungsnamen bezeichnet, sondern zum Beispiel Sclerotia tampanensis, Sklerotia mexicana usw.

Übrigens bilden einige ebenfalls Psilocybin enthaltende Düngerlings-Arten (Panaeolus), zum Beispiel Panaeolus cyanescens, ebenso Sklerotien aus, die jedoch nicht so üppige Formen annehmen, wie dies bei den Psilocybe-Arten der Fall ist.

Durch den engagierten Einsatz einiger Liebhaber hat sich im Lauf der Zeit eine kleine Vielzahl neuer Zuchtformen etabliert, von denen die meisten in Holland ihren Ursprung haben, so beispielsweise Psilocybe mokum (Mokum = Syn. Amsterdam), Psilocybe utopia und Psilocybe hollandia.