Sie repräsentieren die wärmende, erhellende und vitalisierende Kraft der Sonne und werden für eine Vielzahl positiver Eigenschaften gelobt. Beispielsweise stärken sie das Gemüt, heben die Stimmung an, lösen Anspannungen auf, unterstützen die Meditation, bieten energetischen Schutz und zeigen darüber hinaus ein Wirkverhalten, das volksmedizinisch zur Linderung zahlreicher Erkrankungen genutzt wird.

Im Winter, wenn es draußen kalt ist und die Nächte lang geworden sind, schenken uns die im nachfolgenden porträtierten Pflanzenarten das wärmende Licht des Sommers zurück. Ein Teeaufguss, eine Tinktur oder eine Räucherung aus diesen Gewächsen ist daher für viele Personen das Mittel der Wahl, wenn es um die Beseitigung leichter Winterdepressionen geht.

Sie haben ein aufrechtes, der Sonne zugewandtes Wuchsverhalten und siedeln sich bevorzugt an vollsonnigen Standorten an. Weiterhin besitzen sie in den meisten Fällen einen strahlend-gelben oder sonnenförmigen Blütenstand, der sich zum Sonnenaufgang öffnet und am Abend, wenn die Sonne am Horizont verschwindet, wieder schließt. Unsere Vorfahren waren davon überzeugt, dass einige der als Sonnen- oder Lichtpflanzen bezeichneten Arten, wie zum Beispiel das weitläufig bekannte Johanniskraut eine ist, nicht nur große Mengen an Sonnenergie akkumulieren, sondern die lichtvolle Qualität infolge einer sachgemäßen Anwendung auf den Menschen übertragen können.

Alle Sonnenpflanzen haben einen engen mythologisch-rituellen Bezug zur Sommersonnenwende. In dieser Zeit, wenn die Sonne ihren höchsten Stand erreicht und sich die Gewächse in voller Blüte befinden, werden sie geerntet und für die weitere Verwendung vorbereitet. Erstmalig eingesetzt werden sie meist gleich an der Sommersonnenwenden-Zeremonie zum Dankopfer für die Sonne bzw. den Sonnengott sowie zur allgemeinen Verbindung mit der inneren und äußeren Natur.