In diesem Jahr wird vom 21. bis 23. Juni die mittlerweile vierte Ausgabe der größten und bedeutendsten deutschen Hanfmesse in Berlin stattfinden. Wie im Vorjahr ist die „Arena Treptow“ die Location der Veranstalterwahl, allerdings wird sich dennoch so einiges ändern. Wir sprachen mit Nhung und Duc vom Orga-Team über die Entwicklung der Mary Jane Berlin in den letzten Jahren, Neuerungen beim bevorstehenden Event und den in dieser Ausgabe beiliegenden Rabatt-Flyer.

Als Party-Veranstalter kamt ihr ja vor ein paar Jahren ganz neu in die Hanf-Branche, mittlerweile habt ihr euch hier erfolgreich etabliert. Wie habt ihr die Zusammenarbeit mit dieser Branche empfunden? Ganz normal oder doch irgendwie speziell?

Nhung: Das lässt sich nur schwer verallgemeinern – wir sind einfach so professionell wie möglich auf unsere Partner und Aussteller zugegangen und das hat sich dann auch gespiegelt. Mit den allermeisten konnten und können wir absolut professionell zusammenarbeiten. Schließlich sind in dieser Branche auch ganz viele Geschäftsleute unterwegs, die – wie in allen anderen Branchen – wissen, dass man einfach gute Arbeit leisten muss, wenn man Geld verdienen will.

Wie schätzt ihr selbst die Entwicklung der Mary Jane Berlin über die letzten drei Jahre hinweg ein? Und habt ihr mit der Arena nun auch einen festen Veranstaltungsort gefunden?

Duc: Wir hatten ja auch schon für die allererste Ausgabe der Mary Jane Berlin die Arena als Veranstaltungslocation angefragt, aber die war uns damals noch viel zu teuer. Für das Postamt mussten wir schließlich nur ein Viertel der Summe aufbringen, was unser finanzielles Risiko im ersten Jahr entsprechend reduzierte. Da der Postbahnhof im zweiten Jahr leider nicht mehr zur Verfügung stand, sind wir dann zum Funkhaus gezogen, was einerseits zwar schön an der Spree liegt, damals aber noch eine halbe Baustelle war. Man hatte uns zwar versprochen, dass bis zur Messe alles fertig sein würde, aber das hat dann doch nicht geklappt. Trotzdem hatte diese zweite Ausgabe der Mary Jane Berlin auch viele schöne Seiten – wie das tolle Wetter und die einmalige Atmosphäre. Das hat sicherlich auch zur positiven Entwicklung unserer Messe beigetragen, denn wir sind in den ersten Jahren kontinuierlich gewachsen. Zur allerersten Ausgabe der Mary Jane Berlin mit 80 Ausstellern kamen immerhin schon rund 9.000 Messegäste.

Im Jahr darauf waren es dann 130 Aussteller und 15.000 Messebesucher. Im dritten Jahr waren es schon 180 Aussteller und etwa 20.000 Gäste. In diesem Jahr werden es dann mit allen Unterausstellern so um die 240 Aussteller werden und es ist unser erklärtes Ziel, mehr als 25.000 Besucher begrüßen zu dürfen. Diese Entwicklung kann man also nur positiv bewerten.

Was wird es auf der Mary Jane Berlin 2019 so alles an Neuerungen bzw. Verbesserungen geben?

Nhung: Zunächst einmal haben wir einen neuen Ansatz verfolgt, nachdem uns aufgefallen war, dass wir uns im letzten Jahr vielleicht etwas zu stark um das Wachstum im Aussteller-Bereich gekümmert und dabei die Wünsche und Bedürfnisse unserer Messegäste etwas vernachlässigt haben. Dabei sind die Besucher ja letztendlich das Wichtigste, da mit ihnen der Erfolg einer Messe steht oder fällt. So war es für manche Besucher im letzten Jahr vermutlich nicht so schön, dass sie bei heißem Wetter am Einlass durchsucht wurden und sie keine eigenen Erfrischungsgetränke mit aufs Gelände nehmen durften. Wir hatten die Gastro-Betreuung im letzten Jahr an die Arena abgegeben und die setzten dann – im Gegensatz zu uns in den Vorjahren – diese unpopulären Kontrollen am Einlass durch. In diesem Jahr darf man nun aber auch wieder nichtalkoholische Getränke in Plastikflaschen selbst mitbringen. Und auch der Außenbereich der Arena wird in diesem Jahr deutlich wachsen. Der Außenbereich war im letzten Jahr einfach zu klein, man konnte sich da manchmal kaum noch irgendwo hinsetzen oder richtig ausstrecken. Daher haben wir in diesem Jahr besonders in die Erweiterung des Außenbereichs investiert und so auch noch das Badeschiff dazu gemietet. Die Fläche des Außengeländes wird in diesem Jahr also ungefähr dreimal so groß sein, wie im letzten Jahr. Das Partyschiff MS Hoppetosse wird wieder für musikalische Beschallung durch DJs und Live-Acts sorgen, dazu kommt dann noch das Badeschiff und genug Platz zum Chillen an der Spree. Wir wollen einfach, dass bei der vierten Ausgabe der Mary Jane Berlin wirklich alle Messebesucher rundum zufrieden mit dem Event sind.

Dazu gehört dann sicherlich auch ein neues Müllkonzept, oder? Der Müll-Teppich im Außenbereich war ja kein so schönes Bild im letzten Jahr…

Duc: Da hast du absolut recht – deshalb haben wir das neue Müllkonzept bei der Gestaltung des neuen Außenbereichs auch direkt mit einfließen lassen. Der stark erweiterte Außenbereich wird mit deutlich hochwertigerem Mobiliar als in den Vorjahren ausgestattet sein, was hoffentlich dazu führt, dass die Leute ihren Müll eher in die vielen klar gekennzeichneten Mülleimer werfen, die überall bereitstehen werden. Wir haben in diesem Jahr auch viel mehr Personal für die Müllbeseitigung und Reinigungsarbeiten eingeplant und den Getränke- und Food-Trucks im Außenbereich verboten, Einweggeschirr und -besteck aus Plastik zu verwenden. Wir haben die Kritik aus dem letzten Jahr also durchaus gehört und verstanden, daher spielt für uns der Nachhaltigkeitsgedanke nun auch eine noch größere Rolle.

Eine weitere Neuheit in diesem Jahr wird die “Start-Up-Stage” sein – was könnt ihr uns dazu verraten?

Nhung: Als größte Hanfmesse Deutschlands geht es uns auch darum, kleine Unternehmen und Start-Ups dabei zu unterstützen, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen, indem wir ihnen auf unserer Veranstaltung eine Plattform bieten. Gerade junge Unternehmen haben ja häufig noch nicht so viele Möglichkeiten sich der Geschäftswelt gut zu präsentieren – hier wollen wir mit unserer kostenlosen “Start-Up-Stage” ansetzen. Alle jungen Unternehmen können bei uns ihre Konzepte einreichen und wir haben schon ein paar Zeiten der Konferenz für die Vorstellung der vielversprechendsten Gründer- und Geschäftsideen reserviert. Dabei können die jungen Unternehmer direktes Feedback aus der Branche erhalten und ggf. auch gleich erste Geschäftsverbindungen knüpfen.

Bei der allerersten Mary Jane Berlin kam ja auf mysteriöse Weise eine Ladung mobiler Vaporizer über Nacht abhanden – hat sich das eigentlich je aufgeklärt und wie schätzt ihr ganz grundsätzlich die Sicherheit der Aussteller ein?

Duc: Leider wurde das nie aufgeklärt, wir haben aber nach dieser Erfahrung im ersten Jahr die Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht und seitdem ist auch nie wieder so etwas vorgekommen. Wir lernen eben aus unseren Fehlern.

Und wie sieht es mit der gefühlten Sicherheit für die Besucher aus? Vermutlich wird man auch in diesem Jahr keine Repressionen befürchten müssen, wenn man als Besucher auf dem Freigelände etwas raucht, oder?

Nhung: Wir gehen natürlich davon aus, dass alle Besucher, die bei uns auf der Messe Cannabis konsumieren, dafür eine medizinische Legitimation haben. Wir sehen uns aber nicht als Ersatzpolizei, die diese Legitimationen zu überprüfen hat – wir halten uns einfach nur an deutsches Recht.

Welche Erfahrungen habt ihr in den ersten Jahren bei der Zusammenarbeit mit den Berliner Genehmigungsbehörden gemacht?

Duc: Wir stehen mit diesen Behörden natürlich immer in einem regen Austausch und kümmern uns um alle notwendigen Genehmigungen, die es braucht, um so eine Veranstaltung durchzuführen. Dabei hatten wir nie das Gefühl, irgendwie anders behandelt zu werden, als wir das auch schon von anderen Veranstaltungen kannten. Und warum auch? Letztendlich tragen wir mit der Mary Jane Berlin ja auch zum großen kulturellen Angebot der deutschen Hauptstadt bei – inzwischen kommen immerhin knapp 30 % unserer Gäste extra für die Mary Jane nach Berlin. Und Cannabis wird in unserer heutigen Gesellschaft auch schon viel mehr akzeptiert, als noch vor zehn Jahren. Heute verdreht kaum noch jemand die Augen, wenn man sich als Konsument oder Teil der Hanf-Branche outet.

Es sind ja ein paar deutsche Hanfmessen in den letzten Jahren dazugekommen. Glaubt ihr, dass neue Mitbewerber den Markt eher beleben oder ihn für alle anteilig kleiner werden lassen?

Duc: Ich sehe Konkurrenz eher als unternehmerische Motivation, noch besser zu werden und auch immer wieder neue Dinge zu wagen. Mitbewerber zwingen uns zu neuen Ideen und treiben uns an. Dazu gehört auch, Sachen zu hinterfragen, die bisher gut funktioniert haben – denn wer weiß, ob sie auch in Zukunft noch gut funktionieren werden? Wir wollen mit der Mary Jane Berlin einfach weiterhin wachsen – aber eben nicht nur quantitativ in Sachen Aussteller- und Besucherzahlen, sondern auch und vor allem qualitativ, indem wir neue Attraktionen für die Besucher schaffen. Und wenn Aussteller und Besucher so zufrieden mit uns sind, dass sie immer gerne wieder kommen, dann werden wir uns auch weiterhin so positiv entwickeln und sicherlich nicht von neuen Mitbewerbern verdrängt.

In diese Ausgabe der THCENE habt ihr ja auch einen ganz besonderer Flyer einlegen lassen – was hat es damit auf sich?

Nhung: Mit diesem Flyer kann man richtig sparen – und zwar auf alle Ticketpreise. Es ist ganz egal, ob man nur für einen Tag oder für alle drei Tage auf die Mary Jane Berlin kommt – wenn man den auf dem Flyer angegebenen Rabatt-Code bei der Ticketbestellung einlöst, zahlt man in jedem Fall 20 % weniger. Allerdings ist der Code nur bis eine Woche vor Messebeginn gültig – wenn man also diesen Preisnachlass mitnehmen will, sollte man seine Tickets rechtzeitig bestellen. Der Clou dabei ist, dass der Code gleich mehrfach verwendet werden kann, er ist nicht auf eine einmalige Nutzung begrenzt.

Also kann sich jeder THCENE-Leser mit diesem Flyer eine beliebige Anzahl von Tickets mit einem Preisnachlass von 20% holen?

Duc: Richtig, man kann alle Freunde und Bekannte günstig mitversorgen, muss die Tickets aber bis eine Woche vor Messebeginn gekauft haben. Wir finden, das ist ein faires Angebot.

Das finden wir auch – vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit der vierten Ausgabe der Mary Jane Berlin!

www.maryjane-berlin.com